Colonia Immobilienfirmen sehen schwarz

Aus Angst vor weiteren Belastungen durch die Finanzkrise streichen Immobilienfirmen ihre Prognosen zusammen. Nach dem Konzern IVG rechnet nun auch Colonia Real Estate mit weniger Gewinn im laufenden Jahr. Die Anleger reagieren deutlich.

Düsseldorf - Nach der Immobilienfirma IVG hat auch die Kölner Colonia Real Estate  ihr Gewinnziel für 2008 drastisch zusammengestrichen. Mit 20 bis 25 Millionen Euro werden nun 50 Millionen weniger Gewinn erwartet als geplant, wie Colonia am Freitag mitteilte.

"Aufgrund der hohen Prognoseunsicherheit im aktuellen Marktumfeld hat sich die Gesellschaft entschieden, die Jahresprognose um zukünftige Bewertungsergebnisse zu korrigieren", hieß es zur Begründung. Die neue Prognose stellte der Vorstand allerdings unter Vorbehalt. Die weitere Entwicklung des durch die Kapitalmarktkrise beeinträchtigten Marktumfeldes sei entscheidend für das Erreichen des Ergebnisziels, hieß es.

2007 hatte Colonia einen Rekordgewinn von 67 Millionen Euro verbucht. Für das erste Halbjahr wies Colonia einen Verlust von 2,0 Millionen Euro aus. Vor einem Jahr stand - bereinigt um Immobilienneubewertungen - noch ein Gewinn von 2,1 Millionen Euro zu Buche.

Der Immobilienkonzern IVG  hatte am Donnerstag nach einem Gewinneinbruch im Halbjahr sein Gewinnziel für 2008 um knapp die Hälfte auf 50 bis 60 Millionen Euro gekappt. An der Börse wurde Colonia abgestraft. Der Aktienkurs brach um rund elf Prozent auf 6,52 Euro ein.

Deutschland ist vor der Abwärtsentwicklung auf dem Immobilienmarkt Entwicklung bisher weitgehend verschont geblieben. In Spanien dagegen war der Markt im Frühjahr um ein Drittel eingebrochen, und in Großbritannien rutschen die Preise ebenfalls ab.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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