Zahlen Swatch tickt negativ

Der Uhrenhersteller Swatch ächzt unter dem Verfall des Dollars. Entsprechend enttäuschend sind die Zahlen. Zumal sich der Schweizer Konzern an einem chinesischen Vertriebspartner beteiligt hat.

Zürich - Der schwache Dollar und Abschreibungen haben den weltgrößten Uhrenhersteller Swatch  im ersten Halbjahr 2008 belastet. Für das zweite Halbjahr zeigte sich Swatch zuversichtlich und geht von einer positiven Entwicklung bei Umsatz und Rentabilität aus.

Der Halbjahresgewinn sank wegen des negativen Finanzergebnisses um 9,1 Prozent auf 418 Millionen Franken. Der Bruttoumsatz stieg nach Firmenangaben vom Freitag um 8,5 Prozent auf 2,97 Milliarden Franken. In Lokalwährungen betrug das Umsatzplus 13,8 Prozent. Die größte Sparte Uhren und Schmuck wuchs in lokalen Währungen um 17,7 Prozent.

Swatch nahm wegen der Entwicklung an den Devisen- und Finanzmärkten Wertberichtigungen vor, unter anderem auf die Beteiligung am chinesischen Uhrenvertrieb Xinyu Hengdeli , dessen Aktien über 30 Prozent an Wert verloren. Bis zum Jahresende rechnet der Konzern mit einer substanziellen Verbesserung beim Finanzresultat.

Der Betriebsgewinn erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 16 Prozent auf 593 Millionen Franken und die operative Marge verbesserte sich auf 21,0 von 19,6 Prozent vor einem Jahr. Konzernchef Nick Hayek sagte im Fernsehsender CNBC, dass der August "sensationell" gelaufen sei und zweistellige Wachstumsraten in allen Märkten gebracht habe. Auch im Gesamtjahr rechnet er mit einem zweistelligen Wachstum.

Das Halbjahresergebnis sei durchzogen, sagte Analyst Jon Cox von Landsbanki Kepler. Der Umsatz sei niedriger und die Abschreibungen höher als erwartet, das operative Ergebnis dafür besser als angenommen. Analysten hatten mit 411 Millionen Franken Halbjahresgewinn und 2,97 Milliarden Franken Umsatz gerechnet.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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