Neuer Pharmariese Monsanto geht mit Pharmacia&Upjohn zusammen

Der US-Pharmakonzern Monsanto und die schwedisch-amerikanische Pharmacia&Upjohn haben am Montag ihre Fusion bekannt gegeben. Das noch nicht neu benannte Unternehmen wird der elftgrößte Pharma-Konzern der Welt.

Stockholm/St.Louis - Wie die beiden Unternehmen am späten Sonntag mitteilten, fusionieren sie zu einem "pharmazeutischen Powerhouse" mit einem Forschungs- und Entwicklungsetat von mehr als zwei Milliarden US-Dollar. Der Vollzug sei für das zweite Quartal 2000 geplant. Das endgültige Abkommen sehe vor, dass die Pharmacia & Upjohn-Aktionäre 1,19 Aktien des neuen Unternehmens für jede bisher gehaltene Aktie erhalten.

Der neue Konzern soll vom Pharmacia&Upjohn- Chef Fred Hassan (54) geführt werden, wurde von beiden Unternehmen weiter mitgeteilt. Aufsichtsratsvorsitzender wird der bisherige Monsanto-Vorstandschef Robert Shapiro (61). Das noch nicht neu benannte Unternehmen wird der elftgrößte Pharma-Konzern der Welt mit einem geschätzten Marktwert von 50 Milliarden US-Dollar (90 Milliarden Mark) und einem Jahresumsatz von 17 Milliarden US-Dollar. Monsanto soll 51 Prozent der Anteile nach dem Zusammengehen halten.

Hauptsitz wird Peapack im US-Staat New Jersey, wo Pharmacia&Upjohn bisher angesiedelt war. Monsantos Sparte Agrarprodukte soll in eine selbstständig an der Börse notierte Tochtergesellschaft ausgegliedert werden. Das US-Unternehmen war bisher einer der weltweit führenden Hersteller genveränderter Dünge- und Futtermittel. Beim Absatz dieser Produkte gab es auch wegen des internationalen Widerstands gegen Genmanipulationen zuletzt erhebliche Schwierigkeiten.

Pharmacia&Upjohn war erst 1995 aus einer ebenfalls schwedisch-amerikanischen Fusion entstanden. Nach der Verdichtung von Fusionsgerüchten waren die Pharmacia-Upjohn-Aktien an der Wall Street gefallen. In Schweden äußerten sich Börsenanalysten kritisch, weil das Unternehmen mit Monsanto einen als angeschlagen geltenden Partner gewählt habe.