BP-Zahlen Gut geöltes Ergebnis

Die Rekordpreise bei Öl und Gas bescheren dem Ölkonzern British Petroleum kräftige Gewinne. Doch gegen Vorwürfe von Verbraucherschützern wehrt sich das Unternehmen. Am Liter Benzin würde das Unternehmen kaum verdienen.

London - Die Rekordpreise für Öl und Gas haben dem Konzern British Petroleum (BP)  in den ersten sechs Monaten des Jahres einen erneuten kräftigen Gewinnzuwachs beschert. Der Ölgigant gab am Dienstag Halbjahresprofite von 13,44 Milliarden Dollar (8,55 Milliarden Euro) bekannt. Das entspricht einer Steigerung um 23 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Gewinne wurden großteils durch die Erhöhung des Ölpreises realisiert, der zum Ende des Halbjahres im Juni bei fast 144 Dollar pro Barrel (159 Liter) lag.

Zu Wiederbeschaffungskosten legte der Gewinn um 6 Prozent auf 6,853 Milliarden US-Dollar zu, wie BP am Dienstag in London mitteilte.

Ihren Aktionären wollen die Briten eine Dividende von 14 US-Cent je Aktie zahlen nach 10,825 Cent im Vorjahr. Die Produktion blieb mit 3,83 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag nahezu unverändert.

Verbraucherorganisationen forderten angesichts der Gewinne der Ölkonzerne Senkungen der Benzinpreise. BP erklärte dazu, der Reingewinn des Unternehmens pro Liter Benzin betrage nicht einmal einen Penny (1,27 Euro-Cent). Zudem habe der Konzern im vergangenen Jahr weltweit 14,5 Milliarden Dollar Steuern gezahlt, davon allein in Großbritannien 2,33 Milliarden Dollar.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.