SAP-Quartalszahlen Auf Erfolg programmiert

Weniger Gewinn, aber über den Erwartungen geblieben, so lassen sich die Zahlen des Softwarehauses SAP zusammenfassen. Auch mit dem Umsatz konnte das Walldorfer Unternehmen die Analysten positiv überraschen.

Walldorf - Der größte deutsche Software-Konzern SAP  hat im zweiten Quartal dieses Geschäftsjahres seinen Gewinn aufgrund der Belastungen durch den Zukauf des französischen Konkurrenten Business Objects reduziert.

Das Konzernergebnis ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 453 Millionen auf 411 Millionen Euro zurück, teilte der Dax-Konzern am Dienstag im badischen Walldorf mit. Damit lag der Gewinn deutlich über den Erwartungen von Analysten, die im Mittel mit rund 372 Millionen Euro gerechnet hatten.

Auch der Umsatz lag über den Markterwartungen. Nach SAP-Angaben stiegen die Erlöse im zweiten Quartal um 18 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro. Volkswirte hatten durchschnittlich nur 2,79 Milliarden Euro prognostiziert. Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse, die SAP als zentrale Kennziffer bezeichnet, erhöhten sich um 21 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro und übertrafen damit die Erwartungen der Experten von durchschnittlich rund 2 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis stieg den Angaben zufolge um zwei Prozent auf 593 Millionen Euro. Volkswirte hatten hier mit durchschnittlich 588 Millionen Euro ebenfalls weniger erwartet.

SAP präzisierte auch seine Jahresprognose und erwartet nun, dass obere Ende seiner Schätzungen zu erreichen. Der Softwarekonzern hatte angekündigt, die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse dieses Jahr um 24 bis 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 7,43 Milliarden Euro zu steigern. "Mit den Zahlen kann der Markt zufrieden sein", sagte Marktanalyst Heino Ruland von FrankfurtFinanz. "Sie waren durch die Bank etwas besser als erwartet."

manager-magazin.de mit Material von ddp und reuters

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