Ryanair-Zahlen Abgeschmiert

Das dürfte Firmenchef Michael O'Leary gar nicht schmecken - seine Fluglinie Ryanair rechnet in diesem Geschäftsjahr mit einem Verlust von bis zu 60 Millionen Euro. Die Aktien fallen entsprechend in ein Luftloch.

Dublin - Der irische Billigflieger Ryanair  rechnet für das seit April laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von bis zu 60 Millionen Euro. Bestenfalls könnte beim Ergebnis eine Null erreicht werden, prognostizierte die Airline am Montag. In dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Quartal brach der Gewinn um 85 Prozent auf 21 Millionen Euro ein. Hauptgrund seien die drastisch gestiegenen Treibstoffpreise.

Die Kerosinrechnung von Ryanair sei im Vergleich zum Vorjahresquartal um 93 Prozent auf 367 Millionen Euro gestiegen, hieß es. Die Treibstoffkosten machten nun die Hälfte aller Ausgaben verglichen mit 36 Prozent vor einem Jahr aus. Die Passagierzahl stieg unterdessen um 19 Prozent auf 15 Millionen und der Umsatz legte um 12 Prozent auf 777 Millionen Euro zu.

Bei der Jahresgewinnprognose geht Ryanair von einem Ölpreis bei 130 Dollar je Barrel (159 Liter) aus sowie einem Rückgang der Tarife um 5 Prozent.

Kein Wunder also, wenn die Citigroup  die Wertung der Aktie auf "Hold" senkt. Die Papiere sackten zwischenzeitlich um 16,98 Prozent auf 2,68 Euro nach unten.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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