Gewinn steigt Merck wächst und bestätigt Ziele

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat im zweiten Quartal dank guter Geschäfte mit Biopharmaka und Flüssigkristallen operativ zugelegt. Analysten hatten etwas mehr erwartet. Merck hält an seinen Jahreszielen fest.

Frankfurt am Main - Das operative Gewinn habe sich binnen Jahresfrist um 15 Prozent auf 321 Millionen Euro erhöht, teilte Merck  am Mittwoch mit. Analysten hatten mit 326 Millionen Euro allerdings ein Tick mehr erwartet. Die Gesamterlöse des Konzerns lagen im zweiten Quartal bei 1,9 Milliarden Euro - ein Plus von 6,1 Prozent binnen Jahresfrist. Der Gewinn nach Fremdanteilen hat sich mit 207,4 Millionen Euro binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt.

"Die Merck-Gruppe erzielte im zweiten Quartal trotz des Gegenwinds ungünstiger Wechselkurse ein solides Wachstum der Gesamterlöse, zu dem alle vier Sparten beigetragen haben", erklärte Vorstandschef Karl-Ludwig Kley. Daher sei Merck zuversichtlich, seine Geschäftsziele für dieses Jahr zu erreichen.

Der Vorstand erwartet weiter einen Anstieg der Gesamterlöse um fünf bis neun Prozent. Zudem strebt Merck wie bisher eine operative Marge vor Abschreibungen und Integrationskosten von 23 bis 27 (2007: 24,8) Prozent an.

Umsatzschub bei Erbitux

In seiner Biopharmaziesparte Merck Serono kam der Konzern im zweiten Quartal auf einen Umsatz von 1,237 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 8,3 Prozent entspricht. Mit dem Krebsmittel Erbitux setzen die Darmstädter 145 Millionen Euro um und damit 24 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Starke Zuwächse habe das Medikament vor allem in Frankreich, Spanien und China gesehen.

Das Mittel Rebif zur Bekämpfung der Multiplen Sklerose brachte es auf Erlöse von 320 Millionen Euro, ein Plus von 2,8 Prozent.

Im lukrativen Geschäft mit Flüssigkristallen, die etwa in Flachbildschirmen oder in Handy-Displays zum Einsatz kommen, legten die Erlöse um 7 Prozent auf 238 Millionen Euro zu.

Währungseffekte belasten das Geschäft

Merck bekommt hier allerdings Währungseffekte zu spüren, da die Geschäfte in Dollar oder in asiatischen Währungen abgerechnet werden. In Landeswährungen hätte das Geschäft um 21 Prozent zugelegt. Die Umsatzrendite in dieser Sparte ging auf 45 (Vorjahreszeitraum: 55) Prozent zurück und lag damit unterhalb der für das Gesamtjahr anvisierten Spanne von 47 bis 52 Prozent. Merck ist Weltmarktführer im Geschäft mit diesen Kristallen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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