Mittwoch, 23. Oktober 2019

Nachfrage fällt Ölpreis unter 130 Dollar

Die Ölpreise haben ihre Talfahrt der vergangenen Tage fortgesetzt. Kostete ein Fass vor wenigen Tagen noch mehr als 147 US-Dollar, so war es heute zeitweise für weniger als 130 US-Dollar zu haben. Experten erwarten, dass die Abkühlung weitergeht.

Hamburg - Der Preis für ein Barrel (159 Liter) US-Rohöl der Referenzsorte WTI zur August-Auslieferung fiel auf 130,64 Dollar. Das sind 3,96 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Zeitweise war der US-Ölpreis bis auf 129,75 Dollar gefallen. Am vergangenen Freitag war der US-Ölpreis noch auf einen Rekordstand von 147,27 Dollar gestiegen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen zur Septemberauslieferung fiel am Donnerstag um 3,19 Dollar auf 132,62 Dollar.

Kurz vor Feierabend: Angesichts der Konjunkturschwäche sinkt die Nachfrage nach Öl
Vor allem die Furcht vor einer weiteren Abschwächung der US- Konjunktur und einem erwarteten Nachfragerückgang laste auf dem Ölpreis. Am Vortag hatte zudem ein überraschender Anstieg der Rohöllagerbestände in den USA die Ölpreise unter Druck gebracht. Die Daten verschärften Befürchtungen, dass die Öl-Nachfrage deutlich sinken könne, hieß es am Markt.

Die Nachfrage wird sich laut der Commerzbank Börsen-Chart zeigen in den kommenden Monaten hinreichend abschwächen. Der Ölpreis dürfte daher deutlich unter das derzeit "überhöhte Niveau" fallen, heißt es in einer Studie der Bank.

An der Wall Street trug der erneute Ölpreisrückgang zum positiven Handelsverlauf bei. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen stieg bis zum New Yorker Nachmittag 1,65 Prozent zu auf 11.424 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,28 Prozent auf 1261 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen notierte 1,3 Prozent höher bei 2314 Punkten.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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