Mannesmann Gericht weist Aktionärsklage ab

Klaus Esser darf weiter gegen die Übernahmepläne von Vodafone AirTouch die Werbetrommel rühren. Mannesmann-Aktionäre, die sich dagegen wehrten, unterlagen vor Gericht.

Düsseldorf - Das Landgericht Düsseldorf wies am Dienstag den Antrag auf Einstweilige Verfügung von drei Aktionären gegen das Unternehmen zurück. Die Anteilseigner hatten gegen die Roadshow Essers geklagt und unter anderem mit den Kosten seiner Tour durch Europa argumentiert. Der Mannesmann-Chef hatte auf verschiedenen Veranstaltungen mit Investoren in den vergangenen Tagen gegen den Übernahmeversuch von Vodafone Stimmung gemacht.

Die Vertreter der drei Mannesmann-Aktionäre haben die Entscheidung bedauert. Das Gericht habe den Antrag zu Unrecht zurückgewiesen und damit gegen die Interessen der Kleinaktionäre verstoßen, heißt es in einer Stellungnahme.

Die Aktionäre hatten argumentiert, es sei nicht Aufgabe des Managements, sich für oder gegen eine Übernahme zu entscheiden. Das Angebot liege den Anteilseignern vor, nur die hätten in dieser Frage das Sagen. Wenn das Management die feindliche Übernahme abwehre, dann geschehe das nur, um den eigenen Posten zu retten.