Rekord Nordsee-Öl teurer als 146 Dollar

Der Ölpreis ist auf seinem Weg nach oben nicht zu stoppen. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostet erstmals mehr als 146 Dollar. Auch der Preis für US-Öl zieht weiter an.

London/New York - Die Ölpreise haben am Donnerstagvormittag ihre Rekordjagd fortgesetzt. So knackte die Nordseesorte Brent erstmals die Marke von 146 US-Dollar, während die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) erstmalig über die 145 Dollar-Marke sprang.

In der Spitze kostete ein Barrel (159 Liter) Brent zur August-Lieferung 146,34 Dollar, ein Fass WTI kostete bis zu 145,43 Dollar. Zuletzt notierte Brent bei 145,99 Dollar und damit 1,73 Dollar höher als zum Handelsschluss am Vortag. WTI kostete zuletzt 145,17 Dollar. Das waren 1,60 Dollar mehr als am Mittwoch.

Händler begründeten die jüngsten Preissprünge zum einen mit dem anhaltenden Konflikt um das iranische Atomprogramm, bei dem sich die Rhetorik zusehends verschärfe. So hatte der iranische Ölminister Gholam Hossein Nozari zuletzt vor einer scharfen Reaktion Irans gewarnt, sollten die USA oder Israel das weltweit viertgrößte Ölförderland angreifen. Zum anderen wurde auf den nach wie vor schwachen Dollar verwiesen, der die Nachfrage nach Rohöl speziell aus Ländern außerhalb des Dollarraums hoch halte.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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