Zinserhöhung Steinbrück warnt die EZB

Die SPD und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück schießen sich auf die angedeutete Zinserhöhung der EZB ein. Die Sozialdemokraten befürchten laut einem Pressebericht schlimme Folgen für die Konjunktur.

Hamburg - In der SPD wächst die Sorge über eine in der nächsten Woche mögliche Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank (EZB). "Die EZB muss bedenken, dass sie mit einer Zinserhöhung ein falsches Signal setzen könnte, weil diese im Abflauen der Konjunktur prozyklisch wirken könnte", sagte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Wend, hält höhere Zinsen gegenwärtig ebenfalls für nicht geboten. "Die EZB sollte die Zinsen stabil halten, um das Wachstum nicht noch zusätzlich zu gefährden", sagte er dem Blatt. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ludwig Stiegler hofft, dass die EZB angesichts der Konjunkturprognosen und der Entwicklung an den Börsen ihre Entscheidung noch einmal überdenkt. "Da sollte man nicht noch zusätzlich mit dem Hammer eins draufgeben. Ich hoffe, dass die Mehrheit im EZB-Rat vernünftig bleibt", sagte Stiegler.

Zahlreiche Experten rechnen wegen der anhaltend hohen Inflation für die EZB-Ratssitzung am kommenden Donnerstag mit einer Erhöhung des europäischen Leitzinses.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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