Dresdner Bank Einstieg bei Unilever und Shell

Durch die Hintertür beteiligt sich das Institut Berichten zufolge an den niederländischen Konzernen Unilever und Royal Dutch Petroleum (Shell). Die Anteile kauft die Bank mit Rabatt.

Frankfurt - Eine Tochter des Instituts, die Dresdner Bank Luxembourg, will für rund 13,6 Milliarden Euro vier niederländische Holdinggesellschaften erwerben, die an Royal Dutch Petroleum Co und Unilever NV beteiligt sind.

Die derzeit vom Börsenhandel ausgesetzten Holdings werden auf Grund der geringen Marktliquidität und den Steuerforderungen im Falle einer Übernahme mit einem Abschlag von zehn bis 15 Prozent gegenüber den Royal-Dutch-Titeln gehandelt. Am Freitag hatte die Dresdner Bank vom niederländischen Finanzministerium steuerliche Sonderregelungen erhalten, die einen Kauf der vier Holdinggesellschaften ermöglichen.

Der Wert der Beteiligungen der sechs Unternehmen an Royal Dutch und Unilever wird auf 9,08 bis 11,34 Milliarden Euro geschätzt. Wie das "Wall Street Journal Europe" berichtet, handelt es sich dabei um Dordtsche Petroleum-Maatschappij, Moeara Enim Petroleum NV, Clave-Delft Belegginsmaatschaffij NV sowie das Tochterunternehmen von Dordtsche Petroleum, die Maxwell Petroleum Holding.

Dordtsche Petroleum besitzt eine 7,18-prozentige Beteiligung an Royal Dutch Petroleum Co, Moeara ist mit 2,57 Prozent an dem niederländischen Ölunternehmen beteiligt. Calve-Delft hält rund drei Prozent der Anteile an Unilever NV/plc. Unter Bezug auf Unternehmensquellen sollen die Aktionäre der Holdinggesellschaften 9,625 Royal-Dutch-Anteile je Aktie erhalten, hieß es in dem Bericht weiter.

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