Altersvorsorge Wohn-Riester beschlossen

Von den staatlichen Zulagen und Steuervorteilen der privaten Riester-Rente können künftig auch Immobilienbesitzer profitieren. Der Bundestag verabschiedete am Freitag das Eigenheimrentengesetz, das rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres in Kraft gesetzt werden soll.

Berlin - Damit werden neben klassischen Lebensversicherungen auch der Kauf, der Bau oder die Entschuldung einer Immobilie sowie der Erwerb von Anteilen an Wohngenossenschaften belohnt. Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Haus oder die Wohnung selbst genutzt wird.

Wie bei Riester-Lebensversicherungen sind die Beiträge in der Sparphase steuerfrei und werden erst in der Auszahlungsphase des Vertrages nachgelagert belastet. Wer seine Schulden dann auf einen Schlag begleicht, erhält einen Abschlag von 30 Prozent. Zudem wird die Wohnungsbauprämie von bis zu 45 Euro im Jahr zu Bausparverträgen neu geregelt.

Sie darf künftig nur noch für Immobilienzwecke verwendet werden, dazu zählt aber zum Beispiel auch der Kauf einer neuen Küche. Eine Ausnahme sind junge Leute, die bei Vertragsabschluss noch nicht 25 Jahre alt waren. Sie dürfen das Geld weiterhin nach sieben Jahren frei verwenden. Schließlich will die Koalition mehr junge Menschen zur privaten Altersvorsorge anregen.

Berufseinsteiger bekommen künftig bis zum 25. Lebensjahr einen einmaligen Zuschuss von 200 Euro vom Staat, wenn sie einen Riester-Vertrag abschließen (Grundzulage pro Jahr: 154 Euro, Kinderzulage 185 Euro, für ab 2008 geborene Kinder 300 Euro).

manager-magazin.de mit Material von reuters

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