Citigroup Neue Abschreibungen in Milliardenhöhe

Die US-Bank Citigroup muss weitere Milliarden Dollar wegen der Finanzmarktmisere abschreiben. Im zweiten Quartal habe es substanzielle Belastungen infolge der anhaltenden Krise gegeben.

New York - Die Abschreibungen lägen allerdings unter dem Niveau des ersten Quartals, als die Bank wegen der Finanzkrise 3,1 Milliarden Dollar abschreiben musste, sagte Finanzvorstand Garry Crittenden bei einer Investorenkonferenz in New York. Die Aktie der Citigroup  verlor daraufhin 4 Prozent.

Wegen der anhaltenden Probleme am US-Hypothekenmarkt rechnet die Großbank zudem mit einer weiter steigenden Risikovorsorge. Außerdem dürfte die Neupositionierung der Bank zu einer deutlichen Sonderbelastung führen.

Die Bank musste wegen immenser Belastungen infolge der Finanzmarktkrise das Kapital deutlich erhöhen und kündigte den Verkauf von zahlreichen Geschäftsfeldern an. Unter anderem steht auch das Privatkundengeschäft in Deutschland auf dem Prüfstand und soll womöglich verkauft werden.

Hohes Interesse an der Citibank

Mit dem Verkauf ihrer deutschen Privatkundentochter Citibank kommt die US-Großbank unterdessen offenbar gut voran. Das Interesse an der Citibank sei groß, sagte Citigroup-Finanzchef Gary Crittenden am Donnerstag. Aus Finanzkreisen war am Mittwoch verlautet, dass die Vorbereitungen für einen Verkauf Anfang Juli in die nächste Phase gehen würden.

Bis dahin müssten die verbliebenen Interessenten ihre verbindlichen Angebote für die Citibank vorlegen. Auf Basis dieser Offerten entscheide das Institut dann, ob die Tochter verkauft werden solle. Im Rennen seien dabei noch Institute wie die Commerzbank , die Deutsche Bank  oder das französische Institut Credit Mutuel.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

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