Börsengang SMA will 150 Millionen Euro einsammeln

Der Solartechnikanbieter SMA Technologie will bei seinem Börsengang mehr Geld von Investoren einsammeln als die anderen Kandidaten in diesem Jahr. Betreut wird die Transaktion von der Citibank, der Deutschen Bank, der Commerzbank und der LBBW.

Frankfurt am Main - Der Bruttoemissionserlös soll zwischen 100 bis 150 Millionen Euro liegen. Dies geht aus dem Emissionsprospekt hervor. Zum Vergleich: Die ebenfalls an den Markt strebende Softwarefirma GK erwartet nur bis zu elf Millionen Euro, das deutsch-chinesische Solarunternehmen Sinosol rechnet mit bis zu 75 Millionen. Den Investoren werden für das geplante Debüt von SMA im streng regulierten Prime Standard 11,5 Millionen Aktien zur Zeichnung angeboten.

Mit 5,5 Millionen Titel stammt der größte Teil der angebotenen Aktien aus dem Besitz der Unternehmensgründer um den Vorstandsvorsitzenden Günther Cramer. Auch eine eventuelle Mehrzuteilung von bis zu 1,5 Millionen Aktien würde von den Altaktionären beigesteuert. 4,5 Millionen Titel sollen aus einer Kapitalerhöhung kommen. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Aktien fließt auf das Unternehmenskonto und soll zur Stärkung der Eigenkapitalbasis sowie zur weiteren Internationalisierung verwendet werden.

Beim Zeitplan hat sich das Unternehmen aus dem nordhessischen Niestetal bei Kassel keine genauen Termine gesetzt. Die Zeichnungsfrist soll frühestens am 23. Juni und spätestens am 30. Juni beginnen und frühestens am 25. Juni, spätestens am 3. Juli enden. Erster Handelstag wäre voraussichtlich der erste Börsentag nach Ende des Angebotszeitraums.

Betreut wird die Transaktion von der Citibank, der Deutschen Bank, der Commerzbank und der LBBW. SMA entwickelt, produziert und vertreibt Produkte wie Wechselrichter für Solaranlagen. 2007 setzte das Unternehmen mit 2000 Mitarbeitern rund 327 Millionen Euro um und erwirtschaftete ein operatives Ergebnis (Ebit) von 59,3 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 36,8 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von Reuters