Daimler Kurssprung dank Aktienrückkauf

Daimler-Aktien sind die Gewinner des Tages an der Frankfurter Börse. Der Konzern will für sechs Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen. Diesen Schritt hatten die Aktionäre im April genehmigt. Damit hat das Unternehmen eine Verwendung für überschüssige Barmittel gefunden.

Stuttgart - Der Autokonzern Daimler startet ein neues Aktienrückkaufprogramm. Bis April 2009 sollen 10 Prozent der eigenen Aktien im Wert von bis zu sechs Milliarden Euro über die Börse erworben werden, kündigte das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart an. Dies hätten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen.

Die Aktionäre hatten Anfang April einem neuem Aktienrückkaufprogramm zugestimmt. Zur Optimierung des Rückkaufs sollen Aktien auch über Derivate erworben werden können, so Daimler in der Mitteilung weiter. Die Aktion habe das Ziel, den Eigenkapitalanteil zu reduzieren. Dadurch werde vermieden, dass Investitionsentscheidungen wegen hoher Kapitalkosten begrenzt werden.

Kurz vor der Hauptversammlung hatte der Stuttgarter Konzern ein Rückkaufprogramm beendet, in dessen Rahmen er für 6,2 Milliarden Euro rund 100 Millionen eigene Aktien erworben hatte.

Daimler sitzt nach dem mehrheitlichen Verkauf der US-Tochter Chrysler auf mehr als zehn Milliarden Euro überschüssiger Liquidität. Mit dem Aktienrückkauf kann der Autobauer seine Investoren steuerfrei an den Finanzmitteln teilhaben lassen, höhere Dividenden müssen von den Anteilseignern zumeist versteuert werden. Der Kurs der Daimler-Aktien  sprang nach der Mitteilung zwischenzeitlich um rund 5 Prozent auf 45,78 Euro an.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen