Adidas "Wir sind bereits Gewinner der EM"

Der Sportausrüster Adidas zeigt sich hochzufrieden mit den Geschäftsimpulsen durch die Fußball-Europameisterschaft. Der Erlös sei sogar deutlich höher als im WM-Jahr 2006. Der Konzern bestätigte seine Jahresprognose.

Wien - Im Vergleich zum EM-Jahr 2004 sei der Umsatz der Kernmarke Adidas im Fußballgeschäft 2008 bislang um mehr als 50 Prozent gestiegen, teilte der Konzern aus dem fränkischen Herzogenaurach am Montag in Wien mit.

Alle Regionen und Produktkategorien hätten dazu beigetragen. Im Vergleich zum WM-Jahr 2006 im Heimatmarkt Deutschland seien die Erlöse noch um über 10 Prozent angezogen. "Damit sind wir - sportlich ausgedrückt - nicht nur eine Runde weiter, sondern bereits jetzt Gewinner der EM", sagte Vorstandschef Herbert Hainer vor Journalisten.

Adidas will dieses Jahr mit Fußballprodukten wie dem EM-Ball und Trikots der deutschen Nationalmannschaft mindestens 1,2 Milliarden Euro einnehmen, was ein neuer Rekord wäre. Dieses Ziel werde "deutlich übertroffen", sagte Hainer voraus. 80 Prozent des angepeilten Umsatzes seien bereits erreicht.

Damit kommt in diesem Jahr knapp ein Fünftel des Umsatzes der Kernmarke Adidas aus diesem Bereich. Im zweiten Quartal 2008 sei der Konzern auf der "richtigen Spur". Hainer bekräftigte daher die Ziele für das Gesamtjahr: Der Umsatz soll währungsbereinigt um knapp 10 Prozent, der Überschuss um mindestens 15 Prozent zulegen.

Der Adidas-Marktanteil mit Fußballschuhen sei bis Ende 2007 auf 40 Prozent geklettert, ergänzte Hainer und berief sich auf unabhängige Marktuntersuchungen. 2006 waren es noch 38 Prozent. In Deutschland und Nordamerika komme Adidas auf Werte von mehr als 50 Prozent Marktanteil.

Adidas rüstet bei der EM neben dem deutschen Team auch Frankreich, Spanien, Rumänien und den bereits gescheiterten Titelverteidiger Griechenland aus. Zudem kleidet das Unternehmen alle Funktionäre, Schiedsrichter, Freiwillige und Balljungen ein.

Aktien von Adidas legten am Montag weiter zu und gewannen mehr als 1,2 Prozent auf gut 45 Euro. Händler bewerteten die Aussagen Hainers als leicht positiv. "Das klingt nicht schlecht, allerdings gab es diese Aussagen bereits Anfang Juni in der französischen Zeitung 'La Tribune'", sagte ein Börsianer.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx

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