Veba Zum Schluss noch ein Rekord

Der Düsseldorfer Energieriese geht dank vieler Verkäufe mit Rekordergebnissen in die Fusion mit dem Münchner Viag-Konzern. Nächstes Jahr sollen die Zahlen noch besser werden.

Düsseldorf - Das Konzernbetriebsergebnis werde in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 15 Prozent über dem Vorjahreswert liegen und sogar den bisherigen Höchstwert von 2,2 Milliarden Euro (4,4 Milliarden) Mark aus dem Jahr 1997 übertreffen, freut sich Veba-Finanzvorstand Hans Michael Gaul. Das Jahr 2000 werde voraussichtlich sogar noch ein besseres Jahr für die Veba werden, ergänzte Konzernchef Ulrich Hartmann.

Dabei hinterlässt der harte Verdrängungswettbewerb auf dem Strommarkt durchaus Spuren in der Bilanz des Düsseldorfer Energieunternehmens. Im laufenden Jahr sank das Betriebsergebnis der Stromtochter Preussenelektra um rund zehn Prozent. Dies sei die Folge von Preissenkungen von bis zu 35 Prozent für Großabnehmer und bis zu 20 Prozent für Privatkunden, sagte Hartmann. Für das kommende Jahr erwartet der Manager einen weiteren Preisrückgang von "gut zehn Prozent", der voraussichtlich vor allem den Privatkunden zugute kommen werde.

Hartmann betonte, trotz der damit verbundenen Gewinneinbußen werde die Veba ihre Marktstellung im Strombereich aggressiv ausbauen. "Der Markt wird jetzt verteilt, und wir werden uns noch manche Stücke aus dem Kuchen schneiden - auch in Europa." Ohnehin sieht der Manager Licht am Ende des Tunnels. Er gehe davon aus, dass sich die Preise ab 2001 langsam wieder "in die andere Richtung" entwickeln werden, sagte Hartmann.

Bis es so weit ist, will der Konzern die Gewinneinbußen im Strombereich durch verbesserte Betriebsergebnisse in anderen Teilkonzernen mehr als wettmachen.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres stieg der Konzernumsatz nicht zuletzt durch die erstmalige Vollkonsolidierung der Chemietochter Degussa-Hüls um 21 Prozent auf 38,7 Milliarden Euro. Das Konzernbetriebsergebnis lag mit 1,7 Milliarden Euro um gut 15 Prozent über dem Vorjahreswert.

Der Überschuss vor Ertragssteuern lag dank des Verkaufs der Beteiligungen an Cable & Wireless, des Festnetzgeschäfts sowie der Kabelfernsehaktivitäten mit 3,7 Milliarden Euro um 94 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Konzernüberschuss nach Steuern und Anteilen Konzernfremder stieg sogar um 176 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

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