E-Plus BellSouth wirft France Telecom aus dem Rennen

Ein neuer Handy-Krieg zeichnet sich ab: Die Mehrheit an E-Plus soll Berichten zufolge nicht an France Telecom gehen, sondern an die holländische KPN. Die hat die Unterstützung des mächtigen Altaktionärs BellSouth.

Düsseldorf - Der Wert der E-Plus-Beteiligung von BellSouth würde mit dem KPN-Angebot auf sechs Milliarden Dollar steigen. Das Angebot von France Telecom hatte den Anteil mit drei Milliarden bewertet.

Mehr als 77 Prozent der E-Plus-Anteile stehen seit Oktober zum Verkauf. Die bisherigen Anteilseigner RWE und Veba ziehen sich ganz aus dem Telefongeschäft zurück, Aktionär Vodafone Airtouch beschäftigt sich gerade mit Mannesmann und kann daher die E-Plus-Anteile nicht mehr gebrauchen.

Für diese Anteile hatte France Telecom im Oktober ein Angebot über neun Milliarden Dollar angekündigt. Dabei gingen die Franzosen davon aus, dass der vierte Altaktionär BellSouth ebenfalls verkaufen wolle.

BellSouth verfügt jedoch über das Vorkaufsrecht für den umkämpften Anteil. Dem Bericht zufolge würde Bell South ein Joint Venture mit KPN gründen, welches darauf hin für den 77-prozentigen Anteil bietet. In dieses Joint Venture würde BellSouth auch ihre E-Plus-Beteiligung einbringen.

Aus Unternehmenskreisen verlautet, KPN bemühe sich um einen Kredit über 13 Milliarden Dollar zur Finanzierung der Übernahme, so der Bericht.

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