Ölpreis US-Aufsicht nimmt Spekulanten ins Visier

Nach den jüngsten Ölpreis-Rekorden wollen die US-Behörden in Zusammenarbeit mit Europa prüfen, ob dafür Markt-Manipulationen mitverantwortlich sind. Man wolle "sicherstellen, dass die Terminmärkte frei von Manipulation oder Missbrauch funktionieren."

New York - Die oberste Aufsicht für die US-Terminbörsen, CFTC, erklärte, sie habe mit den britischen Aufsichtsbehörden und der Londoner Future-Börse ICE Futures Europe einen Informations-Austausch über Energie-Kontrakte vereinbart. Vorausgegangen sei eine sechsmonatige, intensive Beobachtung des Handels.

US-Politiker haben die CFTC seit Monaten gedrängt, die Aufsicht zu verschärfen und gegen Spekulanten vorzugehen, die für den drastischen Anstieg des Ölpreises mitverantwortlich gemacht werden.

"Die Kommission hat wichtige Schritte eingeleitet, um sicherzustellen, dass die US-Energie-Terminmärkte ordnungsgemäß und frei von Manipulation in Missbrauch funktionieren", teilte die CFTC mit.

Es habe bereits im Dezember eine landesweite Untersuchung über Handelsgeschäfte mit Öl gegeben. Normalerweise würden solche Prüfungen nicht bekanntgemacht, erklärte die US-Aufsichtsbehörde. Angesichts der derzeit beispiellosen Marktbedingungen habe man sich diesmal aber anders entschieden.

Bei der Prüfung geht es unter anderem um Rohöl-Handelskontrakte für das oft gehandelte Produkt West Texas Intermediate (WTI), die in New York und London gehandelt werden.

manager-magazin.de mit Material von reuters