Abgeltungsteuer CDU will Fondssparer verschonen

Die CDU kommt bei der anstehenden Abgeltungsteuer einem Pressebericht zufolge der Fondslobby entgegen. Auszahlungen aus langfristigen Fondssparplänen könnten ganz von der Steuer befreit werden - dieser Vorschlag geht sogar weiter als die Forderungen der Branche.

Düsseldorf - Einflussreiche CDU-Politiker unterstützen laut dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe) die Forderung des Branchenverbands, langfristige Fondssparpläne für die Altersvorsorge von der anstehenden Abgeltungsteuer zu befreien. Das Thema wird am kommenden Mittwoch aktuell, wenn das Bundeskabinett über das Jahressteuergesetz 2009 berät. Darin sollen Fondssparpläne nach den Vorstellungen der CDU/CSU-Fraktion steuerlich bessergestellt werden.

"Wir können nicht auf der einen Seite predigen, die private Altersvorsorge zu stärken, und auf der anderen Seite das interessanteste Instrument, die Aktie, dabei stiefmütterlich behandeln", sagte der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Otto Bernhardt, dem Blatt.

Konkret spricht sich der Finanzexperte dafür aus, Fondssparpläne auf Aktienbasis ganz von der Abgeltungsteuer zu befreien, sofern sie bestimmte Kriterien erfüllen. Die Sparpläne müssen seiner Ansicht nach eine Mindestlaufzeit von zwölf Jahren haben und dürfen erst ab dem sechzigsten Lebensjahr ausgezahlt werden. Zudem soll der begünstigte Sparbetrag auf 6000 Euro im Jahr begrenzt werden.

Dies entspricht in etwa der ursprünglichen Forderung des Fondsverbands BVI. Der BVI ist dem Handelsblatt zufolge jedoch mittlerweile von seiner ursprünglichen Forderung abgerückt und poche nur auf Steuervorteile, wie sie für Lebensversicherungen gelten. Dies schlage BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan Seip in einer aktuellen Stellungnahme zum Referentenentwurf des Jahressteuergesetzes vor, die dem Blatt vorliege.

Konkret mache sich der Verband dafür stark, dass Auszahlungen aus Sparplänen mit Fonds, Aktien, Zertifikaten oder aus Banksparplänen ab 2009 nicht voll der Abgeltungsteuer von 25 Prozent unterliegen. Die bislang steuerfreien Wertzuwächse sollten wie bei Lebensversicherungen zur Hälfte mit dem persönlichen Einkommensteuersatz belastet werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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