Kapitalerhöhung UBS belastet Banken

Aktien der Schweizer Großbank sind am Montag erneut unter Druck geraten. Nicht nur die bevorstehende Kapitalerhöhung belastet, sondern auch Berichte über Probleme in den USA.

Zürich - Die Aktien der UBS  haben am Montag zu den schwächsten Werten unter den europäischen Banken gezählt. Im frühen Nachmittagshandel rutschten die Papiere der Schweizer Großbank um 3,01 Prozent auf 29,04 Franken ab und standen damit an der Spitze der Verlierer des Schweizer Leitindex Swiss-Market-Index (SMI).

Von Dienstag an würden die Aktien der UBS "angesichts der geplanten Kapitalerhöhung ex-Bezugsrecht von voraussichtlich 2,50 Franken gehandelt", sagte ein Händler. Dieser Abschlag werde bereits jetzt zum Teil vorweggenommen, begründete er die Kursverluste.

Wer am Abend des 26. Mai in Besitz einer UBS-Aktie ist, erhält Bezugsrechte zugeteilt. Diese können vom 27. Mai bis zum 9. Juni 2008 gehandelt werden. Mit Hilfe der Kapitalerhöhung will das Institut nach eigenen Angaben knapp 16 Milliarden Franken (9,85 Milliarden Euro) einnehmen.

Die Krise an den Kapitalmärkten hat die Schweizer UBS-Bank von allen europäischen Banken am schwersten getroffen.

UBS-Papiere würden aber auch von Berichten in der Wochenendpresse belastet, sagte zudem ein Marktbeobachter. Demnach komme die Bank in den USA immer mehr in Bedrängnis. Mehrere Medien berichten, dass die UBS Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben soll.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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