Veba Ausbau bei Aral

Nach der Übernahme von Aral wollen die Düsseldorfer das Tankstellen-Netz in Ost- und Westeuropa durch Allianzen weiter ausbauen. Aral wird zur Dachmarke der Konzerntochter Veba Oel.

Düsseldorf - Veba Oel erwirbt alle Aral-Anteile von Mobil Oil (28 Prozent) und Wintershall (15 Prozent). Da der Veba bislang bereits 56 Prozent an der Aral AG gehörten, erhöht sich damit die Beteiligung an Aral auf 99 Prozent. Über den Kaufpreis wurde noch nichts bekannt.

In Zentraleuropa sei Aral heute schon Marktführer mit knapp 14 Prozent Anteil im Tankstellengeschäft. Diese starke Stellung will Veba Oel sichern und ausbauen. "Wir wollen in allen unseren regionalen Märkten die Nummer eins oder die Nummer zwei werden, heißt es. Insgesamt werde Aral in den nächsten fünf Jahren dafür 2,5 Milliarden Mark investieren. Vor allem aber will Veba Oel die Präsenz auf weitere europäische Länder ausdehnen.

Hierfür werden Allianzen angestrebt. Aral mache den Weg frei für eine strukturelle und strategische Neuausrichtung des Unternehmens, wird betont. Aral betreibt zur Zeit über 2.400 Tank- und Servicestationen in Deutschland und etwa 400 im Ausland.

Im deutschen Tankstellengeschäft ist Aral den Angaben zufolge mit einem Kraftstoffabsatz von über acht Millionen Tonnen Marktführer. Der Marktanteil wird mit rund 20 Prozent angegeben. In den osteuropäischen Wachstumsmärkten verfolge das Unternehmen eine konsequente Expansionsstrategie.

Veba Oel wird sein gesamtes Vetriebsgeschäft unter dem Dach der Marke "Aral" bündeln. Das betrifft vor allem die Tochter Veba Wärmeservice im Heizölgeschäft, aber auch kleinere Vertriebs- und Service-Einheiten. Aktivitäten und Funktionen, die sich überschneiden, sollen zusammengefasst werden.

Durch die Übernahme der 28 Prozent von Mobil können zusätzliche 2,2 Millionen Tonnen aus den Raffinerien der Ruhr Oel GmbH, dem Joint Venture zwischen Veba Oel und PdVSA, an Aral geliefert werden. Veba Oel wertet dies als hochwertigen Absatzkanal, durch den die Auslastung der Ruhr Oel-Raffinerien abgesichert und verbessert werden könne.

Die Wintershall-Raffinerie in Lingen bedeute zwar eine zusätzliche Kapazität von rund vier Millionen Tonnen. Der Absatz sei jedoch durch Aral sowie entsprechende Vertriebsaktivitäten, die Veba Oel von Wintershall mit übernimmt, insbesondere in den margenstarken Bereichen Kraftstoffe und Chemie-Spezialitäten gesichert. Die Raffinerie in Lingen wurde in den letzten fünf Jahren mit Investitionen von 450 Mio DEM modernisiert.

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