Wirtschaftswachstum Banker schrauben Prognose in die Höhe

Wegen des guten Starts in das Jahr 2008 hat der Bundesverband deutscher Banken seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 2,25 bis 2,5 Prozent angehoben. Bisher war der Verband von einem Wirtschaftsplus von 1,6 Prozent ausgegangen. Entwarnung wollen die Banker für die Bundesrepublik aber nicht geben.

Berlin - Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland aufgrund des hohen Zuwachses im ersten Quartal angehoben.

"Wegen des außerordentlich guten Starts in das Jahr 2008 hebt der Bankenverband seine diesjährige Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland auf rund 2,25 bis 2,5 Prozent an", sagte BdB-Vorstand Manfred Weber. Bislang war der Verband von einem Plus von lediglich 1,6 Prozent ausgegangen.

Für 2009 bleibe aus heutiger Sicht "ein Wachstum von knapp 2,0 Prozent weiterhin die wahrscheinlichste Entwicklung". Im April hatte der BdB für 2009 noch 1,8 Prozent Wachstum erwartet. "An den Finanzmärkten und beim wirtschaftlichen Ausblick ist wieder etwas mehr Zuversicht eingekehrt", betonte Weber.

"Doch genauso, wie bislang vor überzogenem Pessimismus zu warnen war, wäre es nun falsch, die Erwartungen in die andere Richtung zu überspannen", mahnte Weber. Die Schwierigkeiten an den Finanzmärkten seien "noch nicht ausgestanden", und weltweit nähmen die Belastungen durch steigende Rohstoffpreise zu. Hoffnungen auf eine rasche und kräftige Erholung der US-Wirtschaft seien "aus heutiger Sicht nicht gerechtfertigt".

Weber bekräftigte daher, sowohl in Amerika als auch im Euroraum sei in den nächsten Quartalen mit unterdurchschnittlichen Wachstumsraten zu rechnen.

Weiter schrieb der Bankenverband, die Inflationsrate habe ihren Höhenpunkt mit mehr als 3 Prozent im März voraussichtlich überschritten: "Über den Sommer hinweg sollte sich der Preisauftrieb in etwa bei 2,5 Prozent halten." Falls sich die Lage bei den Rohstoff- und Agrarpreisen beruhige, könne die Inflationsrate gegen Jahresende in Richtung 2 Prozent sinken.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx, ddp und reuters

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.