Linde Euro verhagelt Quartalsergebnis

Der starke Euro hat den Linde-Konzern einen Großteil seines Wachstums gekostet. Der Vorstand zeigt sich dennoch zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Jahres.

München - Der Industriekonzern Linde  hat im Auftaktquartal Umsatz und das operative Ergebnis gesteigert. Das operative Konzernergebnis (Ebitda) sei währungsbereinigt um 11,1 Prozent auf 602 Millionen Euro geklettert, teilte die im Dax notierte Gesellschaft am Freitag in München mit. Damit verfehlte Linde die Schätzungen von Analysten, die Schnitt von einem Ebitda in Höhe von 629 Millionen Euro ausgegangen waren. Im Vorjahreszeitraum hatte das Ebitda bei 569 Millionen Euro gelegen. An der Börse verloren die Papiere nach Bekanntgabe der Zahlen zeitweise bis zu vier Prozent.

Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reitzle sagte, Linde rechne weiter mit einem Umsatzplus und einem überproportionalen Anstieg des operativen Ergebnisses.

Von Januar bis März 2008 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal währungsbereinigt um 7,5 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, wie der Konzern weiter mitteilte. Zu der positiven Entwicklung hätten auch Synergieeffekte aus der Übernahme des britischen Gaseherstellers BOC beigetragen. Ohne Berücksichtigung der Währungseffekte seien der Konzernumsatz um 2,0 Prozent und das operative Konzernergebnis um 5,8 Prozent gestiegen.

Dagegen sei das Ergebnis vor Steuern (Ebt) von 647 Millionen im Vorjahr auf 239 Millionen Euro zurückgegangen, teilte Linde weiter mit. Dies sei vor allem auf den im Vorjahr verzeichneten Buchgewinn in Höhe von 510 Millionen Euro aus dem Verkauf von Unternehmensteilen zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern sei aus dem gleichen Grund von 458 Millionen auf 172 Millionen Euro gefallen.

manager-magazin.de mit Material von ddp und dpa

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