Fraport Ausbaukosten schmälern Gewinn

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport leidet unter gestiegenen Zinskosten für den Ausbau des Airports. Der Betriebsgewinn dagegen legte überraschend zu.

Frankfurt am Main - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport  hat im ersten Quartal operativ besser abgeschnitten als erwartet und seine Ziele für 2008 bekräftigt. Höhere Zinsen für den Kauf des Ticona-Geländes am Frankfurter Flughafen und die Flughafenkonzession im türkischen Antalya drückten jedoch unter dem Strich auf das Ergebnis des ersten Jahresviertels, wie das im MDax  notierte Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Die Fraport-Aktie gab zu Handelsbeginn um rund 1,8 Prozent nach. Analyst Uwe Weinreich von der Unicredit bewertete die Quartalszahlen als solide. Allerdings verwies er auf das von minus 0,3 auf minus 29,7 Millionen Euro gesunkene Finanzergebnis, das deutlich auf den Überschuss gedrückt habe.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) wuchs überraschend von 63,1 auf 63,5 Millionen Euro. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-afx befragte Branchenexperten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 59,9 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz sank schwächer als erwartet auf 528,2 Millionen Euro (Prognose: 527,2 Millionen). Im Vorjahr hatte ein Sonderumsatz aus dem Airrail-Center-Geschäft die Erlöse auf 561,2 Millionen Euro getrieben. Bereinigt um diesen Effekt stieg der Konzernumsatz um 4,9 Prozent.

Der Überschuss nach Minderheitsanteilen Dritter ging von 37,4 auf 25,6 Millionen Euro zurück und verfehlte damit die Durchschnittsprognose von 28,5 Millionen. Vor Minderheiten sank der Nettogewinn von 36,5 auf 24,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) legte stärker als erwartet von 114,1 auf 115,4 Millionen Euro zu (Prognose: 114,5 Mio). Die bereinigte Ebitda-Marge sank um 0,9 Prozentpunkte auf 21,8 Prozent.

Für das Gesamtjahr hält Fraport an seinen Zielen fest. Der Umsatz dürfte wegen des Airrail-Center-Effekts aus dem Vorjahr und des Verkaufs der Tochter ICTS zurückgehen. Auch beim Überschuss wird wegen höherer Finanzierungskosten, Abschreibungen und des positiven Steuereffekts aus dem Vorjahr ein Rückgang erwartet. Das Ebitda soll wachsen und die Dividende mindestens gleich hoch ausfallen wie im Vorjahr. Für seinen größten Flughafen Frankfurt erwartet das Unternehmen weiterhin ein Passagierplus von 1 bis 2 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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