Hypo Real Estate Gewinn bricht ein

Die Hypo Real Estate hat im ersten Quartal 2008 die Finanzkrise zu spüren bekommen. Nach erneuten Abschreibungen von 175 Millionen Euro ist der Gewinn eingebrochen. Die Lage an den Finanzmärkten bleibe angespannt - deshalb seien weitere Belastungen nicht ausgeschlossen.

München - Der Vorsteuergewinn sei um 38 Prozent auf 190 Millionen Euro eingebrochen, teilte die Hypo Real Estate  am Dienstag mit. Im Vorjahreszeitraum waren es - die übernommene DEPFA-Bank eingerechnet - noch 304 Millionen gewesen.

Die Hypo Real Estate verdankt ihr Ergebnis großenteils einem positiven Sondereffekt aus dieser Übernahme. Ohne ihn schmilzt der Vorsteuerprofit den Angaben zufolge auf sechs Millionen Euro dahin.

Dennoch schlugen sich die Münchner aber besser als erwartet: Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Einruch auf 29 Millionen Euro gerechnet.

Die Immobilienbank hat sich wegen der schwelenden Finanzkrise nun endgültig von ihrem Jahresziel eines Vorsteuergewinns von 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro verabschiedet.

Die Lage an den Märkten sei weiterhin fragil, teilte der Münchner Konzern am Dienstag mit. Das mache es unmöglich, konkrete Aussagen zum Jahresverlauf 2008 zu treffen. Weitere Belastungen durch die Finanzkrise - im ersten Quartal waren es 175 Millionen Euro - könnten nicht ausgeschlossen werden.

Grundsätzlich gehe der Vorstand aber von einer positiven Entwicklung im operativen Geschäft aus. "Die ersten drei Monate 2008 waren ohne Zweifel das schwierigste Quartal seit vielen Jahren in unserem Sektor", erklärte Hypo-Real-Estate-Chef Georg Funke. Obwohl die Marktturbulenzen das Ergebnis getroffen hätten, sei die Bank weniger hart getroffen worden als viele ihrer Konkurrenten.

manager-magazin.de mit Material von ap und reuters

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