Bank of America Gewinn sinkt um drei Viertel

Die Bank of America hat zu Jahresbeginn erheblich weniger Geld verdient als im Vorjahr. Das Geldhaus verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinnrückgang um mehr als 70 Prozent verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode. Hauptgrund dafür waren sinkende Preise für riskante Kreditpapiere.

New York - Eine der größten amerikanischen Banken steckt in Schwierigkeiten. Die Bank of America  aus dem US-Bundesstaat North Carolina hat im ersten Quartal zwar 1,21 Milliarden Dollar oder 23 Cent je Aktie verdient. Doch die Milliardensumme fällt 77 Prozent niedriger aus als der entsprechende Quartalsgewinn des Vorjahres.

Anleger reagierten entsprechend enttäuscht: Der Aktienkurs der Bank of America sackte im vorbörslichen Handel um 3,4 Prozent auf 37,25 Dollar ab. An der deutschen Börse weitete der Dax  nach Bekanntwerden der Zahlen seine Verluste aus und notierte gut 1 Prozent im Minus. Der Euro legte gegenüber dem Dollar zu.

Hauptgrund für den Gewinnrückgang waren Wertkorrekturen bei komplexen Kreditpapieren von rund 1,5 Milliarden Dollar sowie bei Darlehen für Übernahmefinanzierungen von 439 Millionen Dollar. Zudem musste die Bank ihre Risikovorsorge für drohende Kreditausfälle auf gut sechs Milliarden Dollar anheben. Das ist rund das Fünffache des Volumens vor Jahresfrist. Die Erträge des Instituts sanken um 6 Prozent auf 17 Milliarden Dollar.

"Diese Ergebnisse liegen natürlich nicht im Rahmen unserer Erwartungen", sagte Bank-Chef Kenneth Lewis. Das Institut habe mit der Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung und den Verwerfungen an den Kapitalmärkten zu kämpfen.

Weltweit wurden Banken von der Finanzmarktkrise hart getroffen. So hat die größte Bank der USA, die Citigroup , seit Mitte 2007 Belastungen von mittlerweile rund 46 Milliarden Dollar verkraften müssen. Im ersten Quartal schrieb das Institut einen Verlust von über fünf Milliarden Dollar. Nun sollen 13.000 Stellen wegfallen. Institute wie die Citigroup besorgen sich deshalb in großem Stil frisches Geld von Investoren, auch von ausländischen Staatsfonds. Die Bank of America hatte Anfang des Jahres durch die Ausgabe von Vorzugsaktien rund zwölf Milliarden Dollar eingenommen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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