Jobabbau Krise bremst auch Harley-Davidson

Der Motorradhersteller Harley-Davidson leidet unter einem Gewinneinbruch. Die Firma drosselt die Produktion und streicht Stellen. Der schwache Dollar half zwar dem Export von Motorrädern nach Europa auf die Sprünge, das glich aber nicht die Absatzverluste in den USA aus.

Milwaukee - Nach deutlichen Bremsspuren streicht der US- Motorradhersteller Harley-Davidson Stellen und drosselt die Produktion. Für das Gesamtjahr warnte das Unternehmen vor einem Gewinneinbruch von bis zu 20 Prozent. Auf dem kriselnden Heimatmarkt verkaufte die Kultmarke im ersten Vierteljahr 13 Prozent weniger Maschinen. International brummte der Absatz dagegen mit einem Plus von 17 Prozent.

Der Gewinn sank in den ersten drei Monaten um 2,5 Prozent auf 188 Millionen Dollar, teilte Harley-Davidson am Donnerstag am Firmensitz in Milwaukee (Wisconsin) mit. Der Umsatz stieg auch dank Währungseffekten um 11 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar (818 Millionen Euro).

In Europa verkaufte Harley-Davidson knapp 8 Prozent mehr Motorräder. Etwa jede vierte Maschine setzt der Hersteller außerhalb Nordamerikas ab - zu wenig, um den Rückgang auf dem US-Markt komplett auszugleichen. Insgesamt sank der Absatz um 6 Prozent.

In den nächsten Monaten werden rund 700 der insgesamt mehr als 9000 Stellen in Produktion und Verwaltung gestrichen. Für das Gesamtjahr erwartet das 105 Jahre alte Unternehmen nun je Aktie einen Gewinn von 3,00 bis 3,18 Dollar und damit 15 bis 20 Prozent weniger als 2007. Zuletzt hatte Harley-Davidson noch einen Anstieg des Gewinns versprochen. Die Nachricht drückte den Kurs der Harley-Aktie in New York im Verlauf um mehr als 3 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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