US-Berichtssaison IBM und Ebay übertreffen Erwartungen

Das Online-Auktionshaus Ebay und der Computerkonzern IBM haben die Erwartungen der Analysten übertroffen. Beide Konzerne steigerten Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal deutlich und erhöhen die Prognose.

San Francisco - Der US-Computerkonzern IBM  hat im abgelaufenen Quartal dank guter Dienstleistungsgeschäfte mehr Gewinn und Umsatz erwirtschaftet als erwartet. Zudem erhöhte das Unternehmen seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Der Nettogewinn sei im ersten Vierteljahr um 26 Prozent auf 2,32 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Je Aktie liege der Gewinn damit bei 1,65 Dollar.

Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 24,5 Milliarden Dollar. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 23,7 Milliarden Dollar Umsatz und 1,45 Dollar Gewinn je Aktie gerechnet.

IBM profitierte im abgelaufenen Quartal vor allem von seinen Geschäften in Europa und Asien. Inzwischen erzielt IBM 65 Prozent seiner Erlöse außerhalb der USA. Aber auch auf dem Heimatmarkt stieg der Umsatz. Die Bruttogewinnmarge erhöhte sich auf 41,5 Prozent von 40,2 Prozent.

Das Unternehmen hob zudem seine Gewinnprognose für das laufende Jahr an. Je Aktie werde nun mit mindestens 8,50 Dollar Gewinn gerechnet, teilte der Konzern weiter mit. Im Februar hatte IBM lediglich 8,25 Dollar je Anteilsschein in Aussicht gestellt. Konzernchef Samuel Palmisano sagte bei der Vorlage der Zahlen. "Wir sind für den Rest des Jahres gut gerüstet."

Die Aktien von IBM  stieg im nachbörslichen Handel um rund 3 Prozent auf 124,40 Dollar. Zuvor hatte sie bereits im Tagesverlauf knapp 3 Prozent zugelegt. Seit Jahresbeginn hat sich das Hochtechnologiepapier um knapp 10 Prozent verbessert.

Ebay-Gewinn steigt um mehr als ein Fünftel

Ebay-Gewinn steigt um mehr als ein Fünftel

Auch das Internet-Auktionshaus Ebay hat im abgelaufenen Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet. Der Reingewinn stieg um mehr als ein Fünftel. Für das Gesamtjahr erhöhte der US-Konzern seine Umsatz- und Gewinnprognosen.

Wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte, kletterte der Gewinn im ersten Vierteljahr auf 459,7 Millionen Dollar oder 34 Cent je Aktie. Vor Jahresfrist waren es 377,1 Millionen Dollar oder 27 Cent je Anteilsschein. Der Umsatz sei um 24 Prozent auf 2,19 Milliarden Dollar gestiegen.

Ohne Sondereinflüsse verbuchte Ebay einen Gewinn von 562 Millionen Dollar oder 42 Cent pro Aktie nach 460 Millionen Dollar oder 33 Cent je Aktie vor Jahresfrist. Das Unternehmen wandte eine Milliarde Dollar für einen Aktienrückkauf auf. Bei beiden Gewinngrößen lag Ebay jeweils um drei Cent je Anteilsschein über den Analystenerwartungen.

Im Ausland wächst Ebay doppelt so stark wie in den USA

Das Wachstum des Unternehmens hatte zuletzt angesichts der vermehrten Konkurrenz durch andere Internet-Händler deutlich an Tempo verloren. Der neue Chef John Donahoe wollte mit niedrigeren Gebühren für Verkäufer das Auktionsgeschäft wieder ankurbeln. Donahoe hatte kürzlich die seit fast zehn Jahren amtierende Meg Whitman abgelöst. Der Konzern erwirtschaftet mehr als die Hälfte seiner Umsätze außerhalb der USA und wächst dort doppelt so stark wie auf dem Heimatmarkt.

Für das Gesamtjahr hob Ebay trotz der schlechten Konjunkturerwartungen seine Prognosen an: Der Umsatz soll 2008 nun zwischen 8,7 und 9,0 Milliarden Dollar liegen. Im Januar hatte der Konzern 8,5 bis 8,75 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Beim Gewinn je Aktie ohne Sonderposten erwartet Ebay 1,70 bis 1,75 Dollar. Zuvor war die Online-Verkaufsplattform von 1,63 bis 1,67 Dollar je Dividendenpapier ausgegangen. Die Ebay-Aktie legte im nachbörslichen Handel moderat auf 32,15 Dollar von 32,12 Dollar zu.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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