Squeeze-out Cumerio verlässt die Börse

Die Norddeutsche Affinerie hat alle Aktien des belgischen Kupferkonzerns Cumerio in ihren Besitz gebracht. Die Titel verschwinden von der Brüsseler Euronext-Börse. Damit endet ein zäher Kampf um die Übernahme.

Hamburg - Europas größte Kupferhütte Norddeutsche Affinerie (NA)  hat den Rivalen Cumerio komplett unter ihre Kontrolle gebracht. Die verbliebenen Aktionäre wurden aus dem belgischen Unternehmen drängt. Die NA halte jetzt sämtliche Anteile, teilte der Hamburger Konzern am Dienstag mit. Die Cumerio-Aktie sei von der Brüsseler Börse Euronext genommen worden.

Inzwischen habe die Arbeit der über 30 Integrationsteams, besetzt mit Vertretern beider Unternehmen, erste Ergebnisse gebracht, erläuterte NA-Chef Bernd Drouven. Die beiden Werke in Hamburg und im bulgarischen Pirdop hätten durch gemeinsamen Einkauf erste Einsparungen erzielt.

Die NA hatte bis zum Ablauf der verlängerten Angebotsfrist im März bereits mehr als 95 Prozent der Cumerio-Anteile in ihren Besitz gebracht und angekündigt, die restlichen Aktionäre zwangsweise abzufinden. Zuvor hatte der österreichische Mischkonzern A-Tec  des Industriellen Mirko Kovats seinen Widerstand gegen die Übernahme aufgegeben und sein Cumerio-Paket von 25 Prozent verkauft.

Unter dem Dach der NA ist der führende europäische Kupferkonzern mit 4700 Mitarbeitern und einem gemeinsamen Umsatz von rund 9,8 Milliarden Euro im Jahr 2007 entstanden. Die Übernahme kostete die NA knapp 780 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx

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