Bear Stearns Gewinn eingebrochen

Die US-Investmentbank Bear Stearns hat im abgelaufenen Quartal wie erwartet einen Gewinneinbruch von knapp 80 Prozent hinnehmen müssen. Die Bank war erst vor wenigen Wochen durch einen von der Fed organisierten Notverkauf vor dem Zusammenbruch gerettet worden.

New York - Der Gewinn schrumpfte von 548 Millionen Dollar oder 3,82 Dollar je Aktie auf 110 Millionen Dollar oder 0,86 Dollar je Anteil, teilte Bear Stearns in New York mit. Von Thomson Financial befragte Analysten hatten mit einem Gewinn von 0,87 Dollar je Aktie gerechnet.

Die Erträge fielen von 2,48 auf 1,48 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich Einnahmen in Höhe von 1,35 Milliarden Dollar erwartet.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Bear Stearns  einen Gewinnrückgang in angekündigt. Die fünftgrößte US-Investmentbank war wegen der Finanzkrise in Schieflage geraten und konnte sich Mitte März nur durch einen von der US-Notenbank Fed unterstützten Verkauf an die Großbank J. P. Morgan Chase  vor der Pleite retten.

Im letzten Quartal des vergangenen Jahres hatte die Bank nach Milliardenabschreibungen den ersten Verlust ihrer Geschichte erlitten.

Bear Stearns hat sich mit Ramschhypotheken verspekuliert. J. P. Morgan hält mittlerweile fast 40 Prozent an Bear Stearns.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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