Rekordwert Ölpreis berührt 114-Dollar-Marke

Der Preis für US-Leichtöl ist am Dienstag auf einen Rekordwert von knapp 114 Dollar gestiegen. Hauptgrund ist der schwache Dollar. Schlechtes Wetter in Mexiko trug zu dem neuen Preisschub bei.

New York - Die Ölpreise haben ihre Rekordjagd am Dienstag weiter fortgesetzt und neue Höchstwerte erreicht. Im Mittagshandel sprang der Preis für ein Fass (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Mai zeitweise auf den Rekordwert von 113,91 US-Dollar. Der Experten begründeten den neuen Höhenflug vor allem mit der aktuellen Dollar-Schwäche und der Sorge vor Versorgungsengpässen an den Ölmärkten.

Auch an der Börse in London sprang der Preis für ein Fass der Nordsee-Sorte Brent  mit Auslieferung im Mai nach einer kurzen Verschnaufpause zu Beginn der Woche auf einen neuen Höchstwert. Der Brent-Preis erreichte am Nachmittag ein neues Rekordhoch bei 112,08 Dollar.

"Der Dollarkurs bleibt weiter eines der ganz großen Themen an den Ölmärkten", sagte der Rohstoffexperte Andrey Kryuchenkov vom Londoner Handelshaus Sucden. "Die Dollar-Schwäche verbilligt das Rohöl in Ländern mit anderen Währungen", erklärte er die aktuell starke Nachfrage aus den Boom-Regionen in Asien. Vor allem China überraschte zuletzt mit stark gestiegenen Ölimporten.

Alleine im März seien die chinesischen Ölimporte im Jahresvergleich um ein Viertel gestiegen, sagte der Rohstoffexperte Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg. Offensichtlich hätten es weder die Sorge vor einem Abflauen der Weltwirtschaft noch die Krise an den Finanzmärkten geschafft, den starken Öldurst Chinas zu dämpfen.

Unterdessen ist der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) erstmals über die Marke von 104 Dollar gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Fass aus den Opec-Fördergebieten am Montag im Durchschnitt 104,02 Dollar. Das waren 35 Cent mehr als am Freitag.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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