Hypothekenkrise Milliardenabschreibungen in Japan

Die zweitgrößte japanische Bank Mizuho hat wegen der US-Hypothekenkrise erneut ihre Gewinnprognose gesenkt. Mit Verlusten von rund 3,5 Milliarden Euro ist Mizuho bislang das größte Opfer der Kreditkrise in Japan - doch das ist Kleingeld im Vergleich zur Schweizer UBS.

Tokio - Für das im März zu Ende gegangene Geschäftsjahr stellt das Geldhaus nun ein Nettoergebnis von umgerechnet 1,9 Milliarden Euro (310 Milliarden Yen) in Aussicht - knapp 60 Prozent weniger als ursprünglich erwartet. Die Subprime-Verluste summierten sich auf 3,5 Milliarden Euro, erklärte eine Sprecherin am Freitag.

Damit ist Mizuho das bislang größte Opfer der Kreditkrise in Japan. Einige Analysten rechnen aber damit, dass andere Geldinstitute bald auch ihre Prognosen revidieren könnten.

Die asiatischen Finanzinstitute haben im Vergleich zu ihren Rivalen in Europa und den USA relativ geringe Abschreibungen im Zuge der Kreditkrise verbucht. Nach offiziellen Angaben sind die Subprime-Verluste japanischer Banken bislang knapp halb so hoch wie die der Schweizer Bank UBS  allein.

Mizuho hat wegen der Verluste bereits den Zusammenschluss zweier Tochter-Brokersparten auf 2009 verschoben. Die Aktien des Unternehmens haben in den vergangenen zwölf Monaten etwa die Hälfte an Wert verloren.

Am Freitag legten die Papiere jedoch um 4,4 Prozent zu. Anleger wetteten darauf, das die Bank mit der Bekanntgabe der milliardenschweren Abschreibungen das Schlimmste überstanden hat.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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