Kreditkrise Hoffnung der Anleger schwindet

Die weltweite Finanzmarktkrise schlägt den Anlegern in Deutschland auf die Stimmung. Nur ein Drittel rechnet noch mit steigenden Kursen im kommenden Halbjahr, wie eine Umfrage jetzt ergeben hat.

Frankfurt/Main - Die Zahl der Pessimisten unter den Anlegern in Deutschland nimmt zu. Nach einer Umfrage im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment erwarten 34 Prozent der Anleger fallende Kurse an den Aktienmärkten. Im Vergleich zum letzten Quartal 2007 war dies ein Plus von 12 Prozentpunkten und damit der höchste Stand seit dem ersten Vierteljahr 2003, teilte Union Investment jetzt mit.

Lediglich ein Drittel der Bevölkerung rechnet der Umfrage zu zufolge mit steigenden Aktienmärkten in den nächsten sechs Monaten. Allerdings führen die pessimistischen Erwartungen laut selten zu einer Verhaltensänderung. Der Anteil der Befragten, die keine Konsequenzen für die eigene Geldanlage ziehen, liege unverändert hoch bei 69 Prozent.

Erstmals seit Ende 2006 äußerten sich mehr Anleger pessimistisch als zuversichtlich über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in den kommenden sechs Monaten. Die Anzahl der Pessimisten blieb Anfang 2008 mit 29 Prozent zwar konstant, lag aber vor der Gruppe der Optimisten, die auf 22 Prozent zurückging.

Mit Blick auf die persönliche finanzielle Lage im kommenden halben Jahr stieg die Zahl der zuversichtlichen Anleger immerhin um einen Punkt auf 25 Prozent. Allerdings rechnet die Mehrheit (59 Prozent) mit keiner größeren Veränderung.

Seit Anfang 2001 befragt Union Investment über das Marktforschungsinstitut Forsa quartalsweise die Anleger zu ihrem Investmentverhalten. Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen.

manager-magazin.de mit Material von ap

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