Quartalszahlen Nike profitiert von Olympia

Adidas-Konkurrent Nike hat im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Börse mit Umsatz und Ergebnis übertroffen. Das US-Geschäft ist schwach, doch vor den Olympischen Sommerspielen in Peking wächst die Nachfrage nach Sportartikeln in Schwellenländern kräftig.

Beaverton (Oregon) - Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike  profitiert weiter kräftig von der starken Nachfrage in Europa und Asien. In seinem dritten Geschäftsquartal steigerte der US-Konzern seinen Überschuss um fast ein Drittel auf 464 Millionen Dollar (297 Millionen Euro). Der Umsatz legte auch dank des schwachen Dollars um 16 Prozent zu auf 4,54 Milliarden Dollar.

Die Ergebnisse seien ein klarer Beleg, dass die Strategie von Nike aufgehe, sagte Konzernchef Mark Parker am Mittwochabend nach Börsenschluss am Unternehmenssitz in Beaverton (Oregon). Nike sei bei seinen Zielen für dieses Jahr und auch mittelfristig voll im Plan. Der Konkurrent der deutschen Hersteller Adidas  und Puma  stößt derzeit weniger lukrative Randgeschäfte ab und kauft neue Bereiche hinzu.

Der Gewinn je Aktie (EPS) stieg bei Nike im Ende Februar abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal um 35 Prozent auf 0,92 Dollar. Während in den USA der Umsatz auch wegen der Konjunkturkrise lediglich um 5 Prozent zulegte, kletterte er in der Region Europa, Naher Osten und Afrika um fast ein Viertel. Nike hatte im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking bereits über erhöhte Nachfrage nach seinen Schuhen in Schwellenländern berichtet.

Nike übertraf mit den Zahlen die Erwartungen von Experten. Von dem Finanzdienstleister Thomson Financial befragte Analysten hatten nur mit einem EPS von 0,81 Dollar und einem Umsatz von 4,36 Milliarden Dollar gerechnet. Im nachbörslichen Handel kletterten Nike-Aktien um gut 5 Prozent auf mehr als 65 Dollar.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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