Dresdner Bank K2 bekommt Milliardenkredit

Die Allianz-Tochter Dresdner Bank stützt ihren Conduit K2 mit einem 1,5 Milliarden Dollar schweren Kredit. Die Zweckgesellschaft gehört zu den größten von Banken geschaffenen Vehikeln, die sich am Immobilienmarkt verspekuliert haben.

London - Die Dresdner Bank stützt ihre kriselnde Zweckgesellschaft K2 mit einem Milliardenkredit. Insgesamt stellt die Tochter des Allianz-Konzerns  als Mischfinanzierung für den Conduit 1,5 Milliarden Dollar bereit, wie K2 am Dienstag mitteilte. Im Februar hatte die Dresdner Bank bereits eine Stützung angekündigt, aber keine Details genannt. In dem von dem Geldhaus verwalteten Investmentvehikel sind riskante Wertpapiere im Gesamtvolumen von knapp 19 Milliarden Dollar gebündelt, die sich derzeit wegen der Finanzkrise nur schwer verkaufen lassen.

Die zuletzt Verluste schreibende Bank habe sich auch bereiterklärt, Investments von K2 zu erwerben, wenn sich dafür kein besserer Preis am offenen Markt erzielen lasse, erklärte K2. Mit diesem Garantiepreis werde sichergestellt, dass die Gesellschaft ihre besicherten Schulden voll zurückzahlen könne. Nun sei eine Bestätigung der Top-Bonitätsnoten für K2 zu erwarten. Die Ratingagentur Moody's hatte zuletzt wegen des anhaltenden Wertverfalls der Papiere im K2-Portfolio vor einer Herabstufung gewarnt. In einem solchen Fall droht eine Zwangsabwicklung der Gesellschaft mit hohen Verlusten für die Investoren.

Die Dresdner Bank will die Investments von K2 schrittweise und geordnet zurückfahren. Sie bezeichnete das finanzielle Risiko bei K2 zuletzt als überschaubar. Analysten warnen aber vor empfindlichen Imageverlusten für eine Bank bei einem Zusammenbruch einer von ihr verwalteten Gesellschaft. Weltweit sind Institute daher um die Sanierung dieser Vehikel bemüht.

Banken haben jahrelang riskante Wertpapiere in separate Zweckgesellschaften verlagert, um die Risiken aus ihren Büchern zu bekommen. Diese Investmentvehikel finanzierten sich, indem sie Anleihen mit kurzer Laufzeit begaben. Das Geschäftsmodell ist mit Beginn der Finanzkrise zusammengebrochen. Solche Konstruktionen sind der IKB  und der SachsenLB zum Verhängnis geworden. Großbanken wie die Citigroup , die bis zu 80 Milliarden Dollar in Zweckgesellschaften untergebracht hatte, haben die Risiken inzwischen vollständig in die eigene Bilanz übernommen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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