China Inflation soll sinken

Erstmals hat Chinas Führung eingestanden, dass die Teuerung in ihrem Lande aus dem Ruder läuft. Ab sofort soll die Bekämpfung der Inflation deshalb zu einem wichtigen wirtschaftspolitischen Ziel werden.

Peking - Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat "wirksame Maßnahmen" gegen die Inflation in China angekündigt. Die Dämpfung der Inflation habe in diesem Jahr Priorität für die Regierung, die die Preissteigerung auf 4,8 Prozent reduzieren wolle, sagte Wen in einer Grundsatzrede zur Eröffnung der Sitzungsperiode des Nationalen Volkskongresses am Mittwoch.

Die Regierung strebe ein Wirtschaftswachstum von 8 Prozent an, sagte Wen. Eine Beschränkung der Investitionen sei notwendig, um die Wirtschaft vor einem Überhitzen zu schützen.

Das Wirtschaftswachstum lag in China zuletzt im zweistelligen Bereich. Die damit einhergehende steigende Nachfrage hat die Verbraucherpreise in die Höhe getrieben. Mitte vergangenen Jahres begannen die Preise stark zu steigen, im Januar erreichte die Preissteigerung 7,1 Prozent, den höchsten Wert seit elf Jahren. Die Weltbank erwartet aber für diesen Monat einen Preisauftrieb von 8 Prozent.

Chinas Regierung erwartet in diesem Jahr ein niedrigeres Haushaltsdefizit von 180 Milliarden Yuan, das sind umgerrechnet 16,6 Milliarden Euro. Nach dem Haushaltsentwurf, der am Mittwoch zum Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking vorgelegt wurde, liegt der erwartete Betrag um 20 Milliarden Yuan unter dem tatsächlichen Defizit des Vorjahres. Die am Vortag verkündete starke Steigerung des Militärhaushalts um 17,7 Prozent auf 409 Milliarden Yuan, also 37,8 Milliarden Euro, liegt dem Haushalt zufolge auf dem Niveau der gesamten Ausgabensteigerung der Zentralregierung um 17,8 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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