Gold Vor der 1000-Dollar-Marke

Die Goldnotierung nähert sich der magischen 1000-Dollar Schwelle. In der Spitze kletterte der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls heute bis auf 988,50 Dollar. So teuer war Gold nie zuvor. Experten erwarten jetzt die Abwärtswende.

London - Die Feinunze Gold  (31,1 Gramm) verteuerte sich heute um 1 Prozent verglichen mit dem Freitagswert auf das Rekordhoch von 984,60 Dollar. Zwischenzeitlich kostete das schimmernde Metall sogar mehr als 988 Dollar je Feinunze - und damit so viel wie nie zuvor. "Der schwache Dollar erhöht die Anziehungskraft des Goldes als alternatives Investment", glaubt die Standard Bank in London den Grund für den Goldhöhenflug zu kennen.

"Gold ist mit dem heutigen und bereits lange anhaltenden Anstieg aber auch überfällig für eine Korrektur", warnte Stephen Briggs, Ökonom bei SG Corporate and Investment Banking. "Aber bisher zumindest wollte es einfach nicht." Im Gegenteil: Allein seit Jahresanfang ist der Goldpreis um 18 Prozent gestiegen.

Auch Silber  war heute gefragt. Der Preis für eine Feinunze dieses Edelmetalls kletterte auf 20,16 Dollar - und notierte damit so hoch wie seit November 1980 nicht mehr.

Die Preise für Basismetalle notierten am Montag dagegen kaum verändert. Kupfer verteuerte sich leicht auf 8450 Dollar je Tonne, während der Preis für Aluminium um gut 1 Prozent auf 3161 Dollar je Tonne stieg. Händler führten den Kupfer-Preisanstieg auf den Rückgang der gemeldeten Lagerbestände zurück. Allein in diesem Jahr hat Kupfer 26 Prozent an Wert gewonnen.

Kupfer wird vor allem in der Elektroindustrie in unlegierter Form zu Kabeln, Leiterseilen, Drähten, Schienen, Bändern und anderen Bauteilen der Elektrotechnik verarbeitet. Kupfer ist darüber hinaus der einzige Werkstoff, der in nahezu allen Bereichen der Installationstechnik eingesetzt werden kann, wie etwa in der Trinkwasser-, Heizungs-, Heizöl-, Gas-, Flüssiggas- und Solarinstallation.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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