Münchener Rück Gedämpfte Erwartungen

Die Münchener Rückversicherung rechnet in diesem Jahr mit einem Gewinn von gut drei Milliarden Euro. Das wäre ein Rückgang gegenüber von 2007. Doch dieses Rekordergebnis hatte der Konzern auch einem positiven Steuereffekt zu verdanken.

München - Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Münchener Rück  strebt nach einem Rekordergebnis im vergangenen Jahr für 2008 einen Überschuss von 3,0 bis 3,4 Milliarden Euro an. Die Rendite auf das Risikokapital (Rorac) solle weiterhin nachhaltig 15 Prozent betragen, teilte das im Dax notierte Unternehmen am Montag in München mit.

2007 erzielte die Münchener Rück einen Überschuss von 3,9 Milliarden Euro und ein Rorac von 20,2 Prozent, profitierte dabei jedoch unter anderem von einem positiven Steuereffekt in Höhe von 400 Millionen Euro. Das operative Ergebnis ging unterdessen von 5,5 auf 5,1 Milliarden Euro zurück. Dies führte das Unternehmen auf eine erhöhte Belastung durch Naturkatastrophen zurück.

Das Unternehmen bestätigte sein Ziel, den Gewinn je Aktie (EPS) ohne Sondereffekte bis zum Jahr 2010 auf 18 Euro zu steigern. Im vergangenen Jahr betrug der EPS 17,90 Euro, wozu positive Sondereffekte 2,64 Euro beigesteuert hatten. Die Bruttoprämieneinnahmen sollen sich im laufenden Jahr auf 37,5 bis 38,5 Milliarden Euro belaufen, davon 21,5 bis 22,5 Milliarden in der Rückversicherung und 17,5 bis 18 Milliarden in der Erstversicherung. Für die kombinierte Schaden-Kosten-Quote peilt der Konzern in der Rückversicherung 98 Prozent und in der Erstversicherung einen Wert unter 95 Prozent an.

Prämien gehen zurück

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen bei den gebuchten Bruttoprämien einen Rückgang um 0,5 Prozent auf 37,262 Milliarden Euro. Die verdienten Nettoprämien sanken um 0,1 Prozent auf 35,675 Milliarden Euro. Das Kapitalanlageergebnis wuchs um 3,3 Prozent auf 9,272 Milliarden Euro. Für das vergangene Jahr will das Unternehmen wie bereits Ende Januar angekündigt eine Dividende von 5,50 Euro je Aktie zahlen.

In der Rückversicherung erzielte die Münchener Rück 2007 operativ einen Gewinnrückgang um 5,6 Prozent auf 4,159 Milliarden Euro, während die Bruttobeiträge um 3,1 Prozent auf 21,523 Milliarden Euro nachgaben. Unter dem Strich verbuchte die Rückversicherung einen Gewinnzuwachs um 23 Prozent auf 3,314 Milliarden Euro.

Die Erstversicherung verzeichnete operativ einen Gewinnrückgang um 0,6 Prozent auf 1,253 Milliarden Euro. Die Bruttobeiträge legten um 3,2 Prozent auf 17,286 Milliarden Euro zu, der Gewinn unter dem Strich ging um 5,8 Prozent auf 984 Milliarden Euro zurück. Die Erstversicherungstochter Ergo soll ihren Auslandsanteil bis 2012 auf ein Drittel steigern.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.