BASF Schwach im Abschluss

Für BASF war das vierte Quartal das schwächste des abgelaufenen Jahres. Als Gründe gibt der Chemieriese vor allem Wartungsarbeiten in einigen Großanlagen an, die dafür kurzzeitig stillgelegt werden mussten. Analysten sind dennoch enttäuscht.

Ludwigshafen - BASF  hat im vierten Quartal 2007 unter anderem wegen der vorübergehenden Stilllegung von Großanlagen operativ weniger verdient. Vor Sondereinflüssen sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 5,6 Prozent auf 1,763 Milliarden Euro gesunken, teilte der Chemieriese am Donnerstag in Ludwigshafen mit. Analysten hatten mit 1,86 Milliarden Euro gerechnet.

BASF hatte im Schlussquartal einige petrochemische Anlagen wegen Wartungsarbeiten abgestellt. Der Auftragsbestand und die Nachfrage seien aber auch in den Schlussmonaten 2007 gut gewesen, erklärte der Vorstand.

Trotz des schwächeren vierten Quartals meldete BASF für das Gesamtjahr Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis. Dabei profitierte der Konzern auch von den großen Zukäufen des Jahres 2006. BASF hatte die US-Katalysatorenfirma Engelhard gekauft. Dazu kamen auch die Degussa-Bauchemie und der US-Harzspezialist Johnson Polymer. Deren Geschäfte gelten als weniger anfällig für die typischen Schwankungen der Chemiekonjunktur. Vor Sondereinflüssen nahm der Betriebsgewinn 2007 um 4,9 Prozent auf 7,614 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 4,065 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 26,4 Prozent. BASF setzte 57,951 Milliarden Euro um, 10,2 Prozent mehr als 2006.

Für das laufende Jahr gab sich Konzernchef Jürgen Hambrecht trotz des unsicherer gewordenen Umfelds zuversichtlich. "Die ersten Wochen des neuen Jahres haben nahtlos an das Vorjahr angeschlossen. Unsere Auftragslage ist unverändert positiv, unsere Anlagen sind gut ausgelastet." Der Vorstand stellte für 2008 mehr Umsatz in Aussicht. Das Ergebnis vor Sondereinflüssen will der Chemiekonzern in diesem Jahr leicht verbessern. Dabei unterstellt BASF einen durchschnittlichen Wechselkurs von 1,45 Dollar pro Euro. Beim Ölpreis geht der Konzern von 78 Dollar je Barrel für die Nordseemarke Brent aus.

Dividende und Aktiensplit 1:2 geplant

BASF kündigte an, die Dividende deutlich zu erhöhen und plant einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu zwei. Die Gewinnbeteiligung je Aktie solle um 30 Prozent auf 3,90 Euro erhöht werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Ludwigshafen mit. BASF strebt an, die Dividende auch künftig jährlich zu steigern, sie zumindest aber auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten. Auf Grundlage der zum Ende 2007 dividendenberechtigten Aktien liege die Ausschüttungssumme bei fast 1,9 Milliarden Euro. "Darüber hinaus soll der Hauptversammlung ein Aktiensplit im Verhältnis 1:2 vorgeschlagen werden", hieß es.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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