Mittwoch, 16. Oktober 2019

Allianz Kein klares Bekenntnis zur Dresdner

Die Allianz will nach dem Rekordgewinn von acht Milliarden Euro im vergangenen Jahr die Dividende um 45 Prozent aufstocken. Der Vorstand bekräftigt seine mittelfristigen Ziele. Ein klares Bekenntnis zur Zukunft der Dresdner Bank bleiben die Manager aber schuldig.

München - Europas größter Versicherer Allianz Börsen-Chart zeigen will seine Aktionäre an dem Rekordgewinn teilhaben lassen und die Dividende kräftig erhöhen. Für die kommenden Jahre sieht sich das Unternehmen gut gerüstet, obwohl die Krise an den Finanzmärkten den Konzern im vergangenen Jahr mit Abschreibungen von 1,5 Milliarden Euro belastet hatte.

Schüttet viel aus: Der Allianz-Konzern will die Dividende um 45 Prozent erhöhen.
"Die Allianz ist in einer starken Position, um die Herausforderungen im Jahr 2008 zu meistern und ihre mittelfristigen Ziele zu erreichen", sagte Vorstandschef Michael Diekmann am Donnerstag in München. In stärkerem Maße als üblich beeinflussten jedoch die Finanzmärkte und ihre weitere Entwicklung die Geschäftsergebnisse.

Die Ausschüttung je Aktie soll nach Willen des Vorstands um 45 Prozent von 3,80 Euro auf 5,50 Euro steigen. "Zum vierten Mal hintereinander erhöhen wir die Dividende und zeigen damit, dass wir unsere Versprechen einhalten", sagte Diekmann. Bis 2009 soll das operative Ergebnis um jährlich 10 Prozent zulegen. Die Allianz-Aktie profitierte bei Börsenstart kaum von den Nachrichten. Kurz nach Handelsbeginn legte sie 0,44 Prozent auf 118,01 Euro zu und war damit einer der schwächsten Dax-Werte.

Analyst Konrad Becker von Merck Finck wertete es als wichtig, dass die Allianz angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten ihren Ausblick bestätigt habe. Ein anderer Analyst sagte, ihn hätten die wichtigsten Kennziffern der Versicherungsbranche wie die kombinierte Schadensquote positiv überrascht. Der Ausblick auf 2008 sei jedoch eher vorsichtig gewesen. Auch die Ankündigung der Dresdner Bank, ein von ihr verwaltetes Investmentvehikel zu stützen, wurde an der Börse als Unsicherheitsfaktor gewertet.

Die Allianz Börsen-Chart zeigen hatte Eckdaten für das vergangene Jahr bereits Ende Januar vorgelegt. Daher waren die Gewinnzahlen keine große Überraschung. Der Umsatz - eine bisher offen gelassene Größe – wuchs um 1,5 Prozent auf 102,6 Milliarden Euro. Der Überschuss legte wie angekündigt um 13,5 Prozent auf 8 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis stieg noch etwas stärker als zuvor genannt um 9 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro. Das Eigenkapital ging um zwei Milliarden auf 48 Milliarden Euro zurück.

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