RWE Milliardenschwerer Aktienrückkauf

RWE will eigene Aktien im Wert von bis zu 2,5 Milliarden Euro zurückkaufen und seinen Aktionären eine Dividende von 3,15 Euro für 2007 zahlen. An den Märkten wurde die Nachricht verhalten aufgenommen - weil viele mit einer höheren Dividende gerechnet hatten.

Essen -  Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE  hat den Rückkauf eigener Aktien beschlossen. Das Essener Unternehmen kündigte am Mittwoch an, ab Donnerstag über die Börse Aktien im Wert von bis zu 2,5 Milliarden Euro zu erwerben. Dies entspreche rund fünf Prozent des Aktienkapitals. Die Hauptversammlung im April 2007 hatte das Programm bewilligt.

Die diesjährige Aktionärsversammlung am 17. April soll über die vorgeschlagene Dividende abstimmen. Die Ausschüttung entspricht 60 Prozent des nachhaltigen Nettoergebnisses. Für 2006 hatte RWE noch 3,50 Euro je Aktie gezahlt, darin war aber eine Sonderausschüttung im Zusammenhang mit dem Verkauf der britischen Wassertochter Thames Water enthalten.

Die im Zuge des Rückkaufprogramms erworbenen Papiere kann RWE einziehen, für Akquisitionen nutzen oder an ausgewählte Aktionäre ausgeben. Gründe für diesen Schritt nannte das Unternehmen nicht. An der Frankfurter Börse drehte die Aktie der Essener zeitweise ins Plus. Zuletzt rutschte sie aber wegen der als enttäuschend bewerteten Dividende ins Minus und verlor 1,17 Prozent auf 86,96 Euro. Einem Händler zufolge hatte der Markt mit 3,46 Euro gerechnet.

Der Eon-Konkurrent will am kommenden Freitag seine Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt geben. Im Fokus steht dabei die neue Strategie, die der seit wenigen Monaten amtierende Vorstandschef Jürgen Großmann präsentieren will. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich RWE gegen eine mögliche Übernahme wappnen will. Interesse wird unter anderem dem französischen Wettbewerber EdF nachgesagt.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und ddp

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