Merck Gut, aber nicht gut genug

Merck erfüllt die eigenen Erwartungen. Um 22,2 Prozent sei das operative Ergebnis gestiegen, meldet der Pharma- und Spezialchemiekonzern. Analysten hatten aber mehr erwartet - und reagieren entsprechend.

Darmstadt - Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck   will 2009 Umsatz wie auch operatives Ergebnis auf Konzernebene und für die einzelnen Sparten Merck Serono und Chemie weiter steigern. Im unter Merck Serono zusammengefassten Pharmageschäft peilt die im Dax notierte Merck 2008 ein Umsatzplus von 7 bis 11 Prozent, während der operative Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich liegen soll. In der Chemie würden 2008 mit einem Anstieg der Gesamterlöse von 5 bis 7 Prozent bei einem stabilen Ergebnisbeitrag gerechnet.

Merck hatte 2007 auch durch die Übernahme von Serono den Umsatz um 58,2 Prozent auf 7,057 Milliarden Euro gesteigert, während das operative Ergebnis mit einem Anstieg von 22,2 Prozent auf 976 Millionen Euro zwar die eigenen Erwartungen übertraf aber die des Marktes in Höhe von 1,09 Milliarden Euro verfehlte.

Die Analysten der Unicredit  haben die Bilanz von Merck als eher enttäuschend eingeschätzt. Sie bestätigten die Aktie mit "Buy" und bekräftigten das Kursziel von 107 Euro. Die Zahlen des vierten Quartals seien signifikant unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen geblieben, schrieb Analyst Markus Mayer in einer Studie vom Montag. Zudem sei der Ausblick für 2008 konservativ ausgefallen.

Während der Umsatz den Erwartungen der Unicredit entsprochen habe, sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) deutlich unter den Schätzungen geblieben. Angesichts der vorgelegten Zahlen rechnet Analyst Mayer kurzfristig mit negativen Auswirkungen auf den Kurs. Auch der Gewinn je Aktie von 1,21 Euro sei geringer ausgefallen als erwartet (1,38 Euro).

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx