Toyota Glänzende Zahlen

Der japanische Autohersteller Toyota setzt seinen Wachstumskurs fort. Im abgelaufenen Quartal fuhr der Konzern erneut einen höheren Gewinn ein. Ein größerer Absatz in Russland und China gleicht die Schwäche im US-Geschäft aus.

Tokio - Toyota  hat im abgelaufenen dritten Quartal 7,5 Prozent mehr verdient als vor einem Jahr. Der Nettogewinn stieg im Berichtszeitraum auf 458,7 Milliarden Yen (etwa 2,9 Milliarden Euro), wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Damit wurden die durchschnittlichen Markterwartungen in etwa getroffen.

Der Umsatz kletterte den Angaben nach um 9,2 Prozent auf 6,71 Billionen Yen. Allerdings drückte der zum Dollar und anderen Währungen festere Yen den Ertrag um 20 Milliarden Yen. Ein höherer Absatz in Schwellenländern wie China oder Russland und kostensparende Maßnahmen hätten Folgen des gestiegenen Yens und einer schwächeren Automobilnachfrage in den USA jedoch ausgeglichen.

Das operative Ergebnis kletterte um 4,7 Prozent auf 601,56 (Vorjahreszeitraum: 574,79) Milliarden Yen. Dies entsprach den Erwartungen der von der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires befragten Analysten, die eine Spanne zwischen 599 Milliarden und 620 Milliarden Yen angegeben hatten.

Für das im März endende Geschäftsjahr beließ Japans größter Automobilhersteller die Prognose unverändert bei einen Nettoergebnis von 1,7 Billionen Yen, einem operativen Ergebnis von 2,3 Billionen Yen und einem Umsatz von 25,5 Billionen Yen.

Absatz in Nordamerika lässt nach

Im Berichtsquartal verkaufte die Gruppe, zu der auch der Kleinwagenbauer Daihatsu Motor und der Lastwagenbauer Hino Motors gehören, weltweit rund 2,3 Millionen Autos. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 5,8 Prozent.

In Europa einschließlich Russland stieg der Absatz um gut 2000 auf rund 308.000 Autos. In Asien verkaufte Toyota rund 241.000 Autos, das sind etwa 73.000 mehr als im Vorjahresquartal. In den übrigen Auslandsmärkten erhöhte sich der Absatz um 95.000 auf 434.000 Autos. Der Konzern habe sich auf das Geschäft in Asien, dem Nahen Osten, Russland und Lateinamerika konzentriert, da dies Märkte mit hohem Wachstumspotenzial seien. Das Geschäft in diesen Regionen habe inzwischen begonnen, schnell zu wachsen, hieß es.

In Nordamerika dagegen verkaufte Toyota rund 756.000 Autos und damit 7800 weniger als im Vorjahr. Der japanische Branchenprimus sieht jedoch keinen direkten Einfluss der US-Kreditkrise auf den Automarkt. Zwar dämpfe dies die Stimmung unter den Verbrauchern. Doch der Anstieg der Ölpreise habe einen größeren Einfluss auf die Autoindustrie gehabt, sagte ein Unternehmensvertreter zu Reportern.

Auf dem japanischen Heimatmarkt blieben die Verkaufszahlen von Toyota im dritten Geschäftsquartal mit 541.000 Autos im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in etwa gleich. Bezogen auf das Gesamtgeschäftsjahr rechnet Toyota weiter mit einem weltweiten Absatzzuwachs von 406.000 auf 8,39 Millionen Fahrzeuge. Japans Branchenprimus liefert sich mit dem US-Rivalen General Motors (GM)  ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des absatzstärksten Autobauers der Welt.

manager-magazin.de mit Material von reuters, dow jones und dpa

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