Hohe Ölpreise Shell-Gewinn steigt auf 31 Milliarden Dollar

Der Ölkonzern Shell schwimmt in Geld. Der Quartalsgewinn steigt um 60 Prozent und der Jahresgewinn auf mehr als 31 Milliarden Dollar. Der Konzern will die Aktionäre mit einer steigenden Dividende bei der Stange halten

Den Haag - Royal Dutch Shell  hat im vierten Quartal dank hoher Rohölpreise einen gewaltigen Umsatz- und Gewinnsprung gemacht und die Dividende angehoben. "Das ist angesichts sinkender Raffinerie-Margen und steigender Kosten ein zufriedenstellendes Ergebnis", sagte Finanzchef Peter Voser am Donnerstag bei der Vorlage der Zahlen in Den Haag. An der Londoner Börse fiel die Shell-Aktie nach einem Höhenflug zu Beginn des Handels um 1,06 Prozent auf 1771 Pence.

Wegen der hohen Gewinne erhöht Shell die Quartalsdividende um 11 Prozent auf 36 US-Cent. Für das erste Quartal stellte Shell einen weitere Dividendenanhebung auf 40 Cent in Aussicht. Der Umsatz stieg im vierten Quartal von 75,5 im Vorjahr auf 106,7 Milliarden Dollar. Der Überschuss legte um rund 60 Prozent auf 8,467 Milliarden Dollar hinzu. Der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten erhöhte sich von 6,0 auf 6,7 Milliarden Dollar.

Im Gesamtjahr stieg der CCS-Gewinn von 25,4 auf 27,6 Milliarden Dollar. Damit schließt der Konzern das gesamte Jahr 2007 mit einem Überschuss von 31,3 Milliarden Dollar ab.

Die Öl- und Gasproduktion ging im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Im Durchschnitt produzierte Shell im vergangenen Jahr täglich umgerechnet 3,44 Millionen Fässer Öl, 2006 waren es 3,65 Millionen Barrel. Finanzvorstand Voser sagte für 2008 einen weiteren leichten Rückgang voraus. Bemerkbar machen sich vor allem Sicherheitsprobleme im Niger-Delta, die Shell dort an der Ölförderung hindern.

Im Gegensatz zu früheren Jahren will Shell die wichtige Angabe über seine Ölreserven erst im März bei der Vorlage des Jahresberichts geben. Dies sei eine Anpassung an die Praxis der anderen Ölkonzerne, sagte Unternehmenschef Jeroen van der Veer.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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