Deutsche Bank Holzmann-Sanierung wird teuer

Das Institut will die Sanierung des von ihr beaufsichtigten Bauriesen Holzmann weiter unterstützen - auch wenn das über Risikoprovisionen und Wertverluste bei der Beteiligung bis zu 500 Millionen Euro Gewinn kostet.

Frankfurt - Die Überschuldung des Bauriesen Holzmann kommt die Deutsche Bank teuer. Neue Risikoprovisionen von etwa 750 Millionen Euro beziehungsweise einen Netto-Gewinnrückgang von rund 450 Millionen Euro sehen die Analysten von Merck Finck & Co. auf das Institut zu kommen. Außerdem könnte sich der Wert der Holzmann-Aktien im Depot der Bank mit einem Kapitalschnitt um bis zu 45 Millionen Euro vermindern.

Der Vorstand der Bank erklärte, dass das Institut bereit sei, den Sanierungsvorschlag der Philipp Holzmann AG zu unterstützen. Voraussetzung sei allerdings, dass sich auch die anderen von Holzmann um Mitwirkung gebetenen Banken entsprechend der Risikosituation anteilig an allen vorgeschlagenen Maßnahmen beteiligten. Ausserdem sollten auch die übrigen angesprochenen Kreise eine außergerichtliche Lösung ermöglichen.

Nicht nur die Deutsche Bank, auch andere Institute werden die Hauptlast der Sanierung tragen müssen. Bei einer Insolvenz des Bauriesen wären sie mit ungesicherten Krediten von rund fünf Milliarden Mark betroffen. Die Aktionäre hätten entsprechend der letzten Marktkapitalisierung noch einen Vermögensverlust von 1,5 Milliarden Mark.