US-Immobilienkrise Hauspreise fallen im Rekordtempo

Die Immobilien- und Hypothekenkrise in den USA ist noch längst nicht ausgestanden. Darauf verweist jetzt eine neue Statistik. Demnach fallen die Hauspreise in den Vereinigten Staaten so schnell wie seit Jahren nicht mehr. Die Angst vor einer Rezession wächst.

New York - Die Hauspreise in den USA fallen im Rekordtempo und schüren die Furcht vor einer Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft. Dem angesehenen S&P/Case-Shiller-Hauspreisindex vom Mittwoch zufolge kostete ein Einfamilienhaus im Oktober fast 7 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Dieses Minus übertraf sogar den bisherigen Rekordrückgang vom April 1991. Innerhalb eines Monats fielen die Preise im Schnitt um 1,4 Prozent. Die Daten sind ein weiterer Beleg dafür, dass die Immobilienkrise in den USA noch längst nicht überwunden ist.

"Die gegenwärtige Lage auf dem Markt für Einfamilienhäuser bleibt düster", resümierte Chefvolkswirt Robert Shiller von MacroMarkets LLC, der den Index mitberechnet.

Den stärksten Rückgang unter den zehn Ballungsräumen, die in dem Index berücksichtigt werden, verbuchte Miami: Dort kostete ein Eigenheim im Oktober im Schnitt gut 12 Prozent weniger als vor einem Jahr.

manager-magazin.de mit Material von reuters