Energie Eon erwartet weiter steigende Strompreise

Obwohl der Energiekonzern Eon die Strompreise zum Jahreswechsel erhöht, bereitet Vorstandschef Wulf Bernotat die Kunden auf weiter steigende Preise vor. Im selben Atemzug warnt der Manager vor zu viel Regulierung der Branche durch Politik und Behörden.

Frankfurt am Main - "Die weltweite Nachfrage nach Energie ist ungebrochen. Dem werden sich auch die Strompreise nicht entziehen könne", sagte Eon-Chef Wulf Bernotat der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Eon  erhöht seine Preise in Deutschland bereits zum Jahreswechsel um 10 Prozent.

Trotzdem warnte der Manager vor zu viel Regulierung, wie etwa der Trennung von Netz und Betrieb. "Das ist keine gute Lösung, weder für den europäischen Markt noch für die Verbraucher", sagte der Eon-Chef.

Bernotat sagte weiter, als Standort für eine einheitliche Strombörse in Europa kämen Amsterdam oder Brüssel infrage. "So können wir dem Manipulationsvorwurf jeden Boden entziehen", sagte der Manager. Eon hatte in der Debatte um zu hohe Strompreise vor Wochen bereits Vorwürfe zurückgewiesen, mit Konkurrenten Absprachen zur Marktabschottung getroffen und damit gegen Kartellrecht verstoßen zu haben.

"Eon hat zu keiner Zeit in irgendeiner Art und Weise Strompreise an der (Strombörse) EEX manipuliert oder mit Wettbewerbern Absprachen getroffen, die den Wettbewerb im Strom- und Gasmarkt beschränken könnten", hatte der Konzern erklärt.

Den Großteil seiner Investitionen von rund 60 Milliarden Euro will das Düsseldorfer Unternehmen im unregulierten Bereich tätigen, also in der Stromerzeugung, der Gasförderung und im Speicherbau. "Dafür sind rund 70 Prozent vorgesehen", sagte Bernotat weiter.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen