Kreditkrise Rettungsfonds ohne Japaner

Die größten japanischen Banken wollen sich offenbar nicht an dem milliardenschweren Hypotheken-Rettungsfonds beteiligen. Sie hatten ursprünglich 15 Milliarden Dollar zugesagt und waren damit die größte Stütze des Fonds.

Tokio - Die drei größten japanischen Banken wollen sich Finanzkreisen zufolge nicht an der Finanzierung des geplanten Hypotheken-Rettungsfonds beteiligen. Sumitomo Mitsui Financial Group , Mitsubishi UFJ Financial Group und Mizuho Financial Group schrecken den Angaben vom Mittwoch nach unter anderem wegen der strengeren Bilanzierungsregeln Basel II davor zurück, ihr Geld zu riskieren.

Die Kreditinstitute hatten ursprünglich eingewilligt, jeweils fünf Milliarden Dollar in den Fonds zu stecken. Sie wären damit eine der größten Stützen des Fonds gewesen.

Die US-Institute Citigroup , Bank of America  und J.P. Morgan Chase  hatten die Gründung des Rettungsfonds vereinbart, um bei einem massenhaften Verkaufs von Derivaten reagieren zu können, die mit zweitklassigen Immobilienkrediten besichert waren. So sollte ein weiteres Ausbreiten der Kreditkrise verhindert werden. Zahlreiche Kreditinstitute hatten wegen des Preisverfalls bei diesen Derivaten Milliardenabschreibungen hinnehmen müssen.

manager-magazin.de mit Material von reuters